Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Mieten steigen in Ballungsräumen weiter

Berlin Mieten steigen in Ballungsräumen weiter

In weiten Teilen Deutschlands steigen die Mieten kaum oder gar nicht. Doch in den großen Städten ist nach einer Branchenstudie keine Entspannung in Sicht. Die Zuwanderung erhöht den Druck.

Voriger Artikel
DAX: Kurse im XETRA-Handel am 16.02.2016 um 13:05 Uhr
Nächster Artikel
Deutsche Stahlbranche beklagt „dramatische Entwicklung“

Im bundesweiten Durchschnitt steigen die Mieten nach der Untersuchung inzwischen jedoch deutlich langsamer.

Quelle: Jens Kalaene

Berlin. In den deutschen Ballungsräumen werden Mieten nach Ansicht der Immobilienbranche weiter spürbar steigen.

Dort halte der Neubau mit der wachsenden Nachfrage noch immer nicht Schritt, teilte der Zentrale Immobilienausschuss zur Vorlage einer Marktstudie mit. Deshalb stiegen auch die Kaufpreise weiter. „Ohne die starke Zuwanderung von Flüchtlingen wäre das Bild für 2016 ziemlich eindeutig“, erklärte Studienautor Harald Simons, Vorstand des privaten Forschungsinstituts Empirica. „Der Mietpreiszyklus hätte seinen Zenit erreicht.“ Nun dürfte sich die Entwicklung dagegen fortsetzen.

Zugleich stehen in Deutschland nach offiziellen Angaben rund zwei Millionen Wohnungen leer. Die meisten lägen auf dem Land, mehr als 600 000 seien sofort verfügbar, sagte der Direktor des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Harald Herrmann, bei einem Kongress auf der Baufachmesse Bautec in Berlin.

Im bundesweiten Durchschnitt steigen die Mieten nach der Untersuchung inzwischen jedoch deutlich langsamer. So hätten im Westen die Angebotsmieten seit Anfang 2015 nicht mehr nennenswert zugelegt, im Osten seien sie sogar leicht gesunken. Durch die Lage in den Ballungsräumen sei aber insgesamt keine Stagnation zu erwarten.

„Wir müssen schnell und viel bauen“, forderte Lukas Siebenkotten, der Bundesdirektor des Deutschen Mieterbunds. „400 000 neue Wohnungen pro Jahr müssen insbesondere in Großstädten, Ballungsgebieten und Universitätsstädten fertiggestellt werden.“ Zugleich verlangte er, die Mietpreisbremse stärker anzuziehen. Vermieter sollen verpflichtet werden, neuen Mietern offenzulegen, wie viel der Vormieter bezahlte.

Aus Sicht des Immobilienaussschusses muss das Regelungswerk für den Wohnungsbau gelockert werden. „Wir müssen verdichteter bauen können“, sagte Verbandspräsident Andreas Mattner. Um Zeit zu sparen, wollen die großen Vermieter mit mehr vorgefertigten Bauten die Wohnungsknappheit in Ballungsräumen bekämpfen. Nach Angaben des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen will jedes zweite Mitglied etwa in Serie gebaute Decken und Wände oder komplette Module einsetzen. „Wir müssen beim Wohnungsbau aufs Gaspedal treten“, sagte Verbandspräsident Axel Gedaschko.

Institutsdirektor Herrmann forderte, anerkannte Flüchtlinge auf Wohnorte zu verpflichten, um die leerstehenden Wohnungen zu füllen und den Druck von den Ballungsräumen zu nehmen. In vielen Regionen, etwa in Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern gebe es beides: leere Wohnungen und offene Arbeitsstellen.

Der Staatssekretär im Bundesbauministerium, Gunther Adler, warnte vor einer Konkurrenz von Flüchtlingen und anderen Wohnungssuchenden. „Das wäre Sprengstoff für den sozialen Frieden in unserem Land und das wäre ein Konjunkturprogramm für den Rechtsextremismus.“

2015 war nach dem Gutachten des Zentralen Immobilien Ausschusses ein Rekordjahr für den deutschen Immobilienmarkt. Die hohe Nachfrage aus dem In- und Ausland habe das Investitionsvolumen wieder auf das Rekordniveau von 2007 getrieben. Allein in Gewerbeimmobilien seien 55,5 Millionen Euro geflossen. Der Gesamtmarkt wird in der Untersuchung jedoch nicht beziffert.


Pressemitteilungen Zentraler Immobilien Ausschuss

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft im Rest der Welt
DAX
Chart
DAX 11.076,50 +2,80%
TecDAX 1.735,00 +2,04%
EUR/USD 1,0764 +0,45%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

THYSSENKRUPP 23,54 +6,75%
CONTINENTAL 179,64 +4,51%
VOLKSWAGEN VZ 126,71 +4,25%
RWE ST 11,71 -2,33%
FMC 74,10 -1,07%
MERCK 92,26 -0,81%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 159,95%
Crocodile Capital MF 122,39%
Stabilitas GOLD+RE AF 113,23%
Fidelity Funds Glo AF 91,70%
Morgan Stanley Inv AF 91,29%

mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Kommentar

Bissig, polemisch, kontrovers: Kommentare aus den LN.