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Munich Re erhöht Dividende trotz Ergo-Ärger

München Munich Re erhöht Dividende trotz Ergo-Ärger

Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re hat mit den niedrigen Zinsen zu kämpfen. Insgesamt gleichen sich Freud und Leid bei den Münchnern in mehrerlei Hinsicht aus.

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Während das Rückversicherungsgeschäft mit 3,3 Milliarden Euro mehr abwarf als 2014, sackte die Erstversicherungstochter Ergo in die roten Zahlen.

Quelle: Martin Gerten

München. Geringe Schäden durch Naturkatastrophen haben den weltgrößten Rückversicherer Munich Re tiefrote Zahlen seiner Tochter Ergo verkraften lassen.

Unter dem Strich fiel der Überschuss mit 3,1 Milliarden Euro nach vorläufigen Zahlen rund 100 Millionen Euro geringer aus als ein Jahr zuvor, wie der Münchner Konzern am Donnerstag mitteilte. Den Aktionären winkt dennoch eine höhere Dividende.

Die Ausschüttung soll um 50 Cent auf 8,25 Euro je Aktie steigen. Das Zinstief und der Preiskampf in der Rückversicherung lassen aber für 2016 einen weiteren Gewinnrückgang erwarten.

Finanzvorstand Jörg Schneider bezeichnete den Jahresgewinn angesichts der Umstände als „erfreulich“. Bei den geringen Großschäden habe der Konzern aber einfach „Glück“ gehabt. Eine konkrete Gewinnprognose für 2016 will Munich Re zwar erst am 16. März vorlegen. Schneider betrachtet den von Analysten erwarteten Gewinnrückgang auf 2,75 Milliarden Euro jedoch als „nicht unrealistisch“. Die Munich Re wolle die Dividende dennoch mindestens stabil halten.

Mit den allgemeinen Niedrigzinsen kam die Munich Re 2015 einigermaßen zurecht. Die Kapitalanlagen ohne Versicherungsbezug warfen mit 7,5 Milliarden Euro zwar rund sechs Prozent weniger ab als im Vorjahr. Die Rendite sei mit 3,2 Prozent angesichts des Umfelds aber eher hoch, sagte Schneider. Dennoch bleibe zu erwarten, „dass unser Investmentergebnis auch weiter unter Druck stehen wird“.

Auch sonst glichen sich Freud und Leid bei den Münchnern in mehrerlei Hinsicht aus. So kamen der Rückversicherungssparte vergleichsweise geringe Schäden durch Naturkatastrophen zugute. Die Explosionen in der chinesischen Hafenstadt Tianjin und ein Dammbruch in Brasilien sorgten jedoch dafür, dass Großschäden insgesamt mit 1,0 Milliarden Euro zu Buche schlugen. Das war jedoch weniger als die 1,2 Milliarden im Vorjahr.

Während das Rückversicherungsgeschäft mit 3,3 Milliarden Euro mehr abwarf als 2014, sackte die Erstversicherungstochter Ergo in die roten Zahlen. Hohe Abschreibungen auf das Lebensversicherungsgeschäft und der verlustreiche Verkauf von Ergo Italia brockten dem Segment einen Jahresverlust von rund 200 Millionen Euro ein. Schneider sprach von einem „enttäuschenden Ergebnis“.


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dpa

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