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Wirtschaft im Rest der Welt Nach Alstom-Deal will GE in Europa 6500 Jobs streichen
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12:57 14.01.2016
In Deutschland sind nach Angaben von GE bis zu 1700 Arbeitsplätze in Mannheim, Stuttgart, Bexbach und Wiesbaden betroffen. Quelle: Tim Brakemeier
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Paris

Nach der umkämpften Milliarden-Übernahme der Energiesparte des französischen Konzerns Alstom will der US-Konzern General Electric (GE) nun in Europa 6500 Stellen streichen.

Das bestätigte ein GE-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur in Paris. In Deutschland sind nach Angaben des Unternehmens bis zu 1700 Arbeitsplätze in Mannheim, Stuttgart, Bexbach und Wiesbaden betroffen. GE beschäftigt an 50 Standorten mehr als 11 000 Mitarbeitern in Deutschland.

Für Frankreich nannte GE die Zahl von 765 Jobs. Dort hat das Unternehmen etwa 9000 Beschäftigte, in Europa sind es rund 35 000 Mitarbeiter.

GE begründete die Pläne in Deutschland in einer Mitteilung mit der Marktlage bei der Energieerzeugung in Europa. „Vor allem die Stromerzeugung mit Gas- und Dampfturbinen ist in Europa in den vergangenen Jahren signifikant zurückgegangen“, hieß es. Der Konzern verhandelt nun mit Arbeitnehmervertretern auf lokaler Ebene. Dort würden die Pläne für die neue Struktur vorgestellt.

Auch der deutsche GE-Rivale Siemens hat wegen Problemen im Stromerzeugungsgeschäft zahlreiche Jobs gestrichen. Hintergrund ist ein schwieriges Marktumfeld mit Preisverfall und einer Nachfrageflaute nach großen Gasturbinen.

Der US-Konzern hatte sich die Alstom-Sparte 2014 nach einem spektakulären Poker gesichert. Gegenspieler Siemens war mit einem Konsortium bei der versuchten Übernahme erfolglos geblieben. GE hatte nachgelegt und die Alstom-Sparte schließlich mit 12,4 Milliarden Euro bewertet. Die Franzosen wollten sich nach dem Verkauf auf die Verkehrssparte konzentrieren.

Die EU-Kommission als oberster Wettbewerbshüter in Europa genehmigte die Übernahme nur unter Auflagen. So musste GE Kernelemente der Hochleistungsgasturbinen-Sparte von Alstom an das italienische Unternehmen Ansaldo weiterverkaufen. Ansaldo sollte damit als Konkurrent gestärkt werden.

dpa

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