Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Rest der Welt Nahrungsmittelpreise steigen seit Jahren stärker als die Inflation
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Nahrungsmittelpreise steigen seit Jahren stärker als die Inflation
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:28 21.01.2016
Die stärksten Preiserhöhungen bei Nahrungsmitteln gab es im vergangenen Jahr zum Vorjahr unter anderem bei Gemüse und Obst. Quelle: Martin Schutt/symbolbild
Anzeige
Wiesbaden

Die Nahrungsmittelpreise in Deutschland legen seit Jahren stärker zu als die Verbraucherpreise insgesamt.

Mit plus 12,4 Prozent seit 2010 liegt der Anstieg deutlich über dem allgemeinen Anstieg der Teuerung in diesem Zeitraum (plus 6,9 Prozent), wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch anlässlich der Berliner Landwirtschaftsausstellung „Grüne Woche“ (15.-24.1.) mitteilte.

Im vergangenen Jahr setzte sich der Trend fort, wie die Wiesbadener Behörde bereits bekanntgegeben hatte: Nahrungsmittel waren 2015 um 0,8 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Insgesamt erhöhten sich die Verbraucherpreise nur um 0,3 Prozent. Damit war die Teuerungsrate so niedrig wie im Jahr der Wirtschaftskrise 2009. Hauptgrund für den schwachen Preisauftrieb war der Absturz der Ölpreise.

Die stärksten Preiserhöhungen bei Nahrungsmitteln gab es im vergangenen Jahr zum Vorjahr bei Gemüse (plus 5,3 Prozent) und Obst (plus 5,0 Prozent). Teurer wurden auch Schokolade (plus 11,2 Prozent) und Honig (plus 7,0 Prozent). Für Fisch (plus 2,0 Prozent) und Brot (plus 1,5 Prozent) mussten Verbraucher ebenfalls mehr bezahlen. Die Butter auf dem Brot verbilligte sich indes erheblich (minus 8,7 Prozent). Erheblich günstiger waren im Jahresdurchschnitt auch Milch, Käse, Quark und Eier (insgesamt minus 4,3 Prozent).


Statistisches Bundesamt zu Inflation
Statistisches Bundesamt zur Berechnung des Verbrauchpreisindex
Preis-Kaleidoskop Bundesamt
Bundesamt-Video zur Berechnung der Verbraucherpreise
EZB-Lernspiel zu Inflation und Deflation
Bundesamt zu Verbraucherpreisen 2015 endgültige Zahlen
Grüne Woche
Bundesamt zu Nahrungsmittelpreisen 2015
Preismonitor Statistisches Bundesamt

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die großen Ölfirmen haben schwere Sorgen. Das Überangebot drückt die Preise, die Gewinne sinken, Sparen heißt das Gebot der Stunde. Als erster der Ölriesen legt jetzt Shell Zahlen vor.

20.01.2016

Am Rohölmarkt kehrt keine Ruhe ein. Am Mittwoch fielen die Preise für Erdöl abermals, nachdem sich zum Wochenstart noch eine Stabilisierung angedeutet hatte.

20.01.2016

Fisch gilt vielen Verbrauchern als gesund, aber Greenpeace rät zum Verzicht. Zumindest solle man beim Kauf einiges beachten. Die Fischindustrie wirft den Umweltschützern vor, das Thema durch die ideologische Brille zu betrachten.

21.01.2016
Anzeige