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Opel-Verkauf lässt Gewinn von General Motors einbrechen

Abschreibungen Opel-Verkauf lässt Gewinn von General Motors einbrechen

Der US-Autobauer General Motors hat keinen Spaß mehr an seiner Europa-Tochter Opel. Deren Geschäftszahlen werden schon vor dem Verkauf an den PSA-Konzern nicht mehr ausgewiesen, hinterlassen aber lange Bremsspuren in der GM-Bilanz.

GM hat Opel an den französischen Konzern PSA Peugeot Citroën verkauft.

Quelle: Arne Dedert

Detroit. Die Trennung vom verlustreichen Europageschäft um die deutsche Tochter Opel hat in den Quartalszahlen des US-Autobauers General Motors (GM) tiefe Spuren hinterlassen.

Verglichen mit dem Vorjahreswert fiel der Überschuss im zweiten Quartal von 2,9 auf 1,7 Milliarden Dollar (1,5 Mrd Euro), wie GM mitteilte.

Die Bilanz litt unter Abschreibungen von insgesamt rund 1,3 Milliarden Dollar im Zusammenhang mit dem Verkauf des Europageschäfts an den französischen Konzern PSA Peugeot Citroën und dem Rückzug aus einigen anderen internationalen Märkten.

Aber auch der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft schrumpfte um elf Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar. Beim Umsatz aus dem fortgeführten Geschäft verzeichnete GM einen Rückgang um 1,1 Prozent auf 37 Milliarden Dollar, weil sich im US-Heimatmarkt die Autokonjunktur spürbar abgekühlt hat.

An der Börse wurden die Quartalszahlen, in denen die Finanzergebnisse von Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall schon nicht mehr enthalten sind, verhalten aufgenommen. Die GM-Aktie pendelte vorbörslich zwischen Gewinn- und Verlustzone.

Detaillierte Zahlen zum Geschäftsverlauf in Europa waren auch am Opel-Stammsitz in Rüsselsheim nicht zu erhalten. Ein Sprecher verwies auf US-Börsenregeln, die Berichte nur zu fortgeführten Geschäftszweigen verlangten. Zumindest zur Absatzentwicklung von Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall sind jedoch einige Angaben im GM-Quartalsbericht enthalten. Demnach sank die Zahl der in Europa verkauften Autos im ersten Halbjahr verglichen mit dem Vorjahreszeitraum von 619 000 auf 599 000. Der Marktanteil schmolz von 6,2 auf 5,7 Prozent.

Nach Einschätzung des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer ist Opel unmittelbar vor der Übernahme durch den PSA-Konzern in keiner guten Verfassung. Der Hersteller habe in Europa im ersten Halbjahr weitere Marktanteile verloren und den verbliebenen Absatz verstärkt mit Eigenzulassungen gestützt, die den Ertrag pro Auto schmälern. Die von PSA-Chef Carlos Tavares verlangte Rückkehr in die Gewinnzone bis 2020 sei nur mit einem harten Restrukturierungs-Programm erreichbar.

GM hatte im März angekündigt, sein verlustreiches Europageschäft an den PSA-Konzern abzugeben. Die Amerikaner machen damit unter dem Strich ein dickes Minus. Finanzchef Chuck Stevens hatte im Juni gegenüber Finanzanalysten erklärt, insgesamt mit Kosten in Höhe von 5,5 Milliarden Dollar durch den Verkauf zu rechnen. Zunächst war der Konzern von 4,5 Milliarden Dollar ausgegangen. GM hat sich unter anderem verpflichtet, Pensionsverpflichtungen für Opel zu begleichen.

dpa

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