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Wirtschaft im Rest der Welt Porsche-Vorstand Maier: USA noch lange wichtiger als China
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11:21 23.12.2012
Der Vertriebs- und Marketingvorstand der Porsche AG, Bernhard Maier, sitzt im Porsche-Museum in einem Porsche Cayman. Foto: Bernd Weißbrod / Archiv
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Stuttgart

dpa. Obwohl das Riesenreich zunehmend an Bedeutung gewinne, hätten auch die USA noch immer großes Potenzial.

„Wenngleich es spannend ist, dass es hier zwischen den beiden Länderchefs einen kleinen internen Schlagabtausch gibt, wer denn wann wohl die Nummer eins sein oder bleiben wird“, sagte Maier. Sowohl China als auch die USA werden dieses Jahr nach Maiers Erwartungen „sehr erfolgreich“ abschließen.

Porsche hat 2012 bereits Ende November den Absatzrekord des vergangenen Jahres gebrochen. Die stärksten Wachstumsraten verbuchte der Sportwagenbauer auf Jahressicht zwar in China mit 30,2 Prozent. Allerdings standen 29 268 verkauften Fahrzeugen im Reich der Mitte noch 32 091 Sportwagen in den USA (plus 18 Prozent) gegenüber.

„Wenn man die schiere Marktgröße betrachtet, dann hat China eindeutig das Potenzial, die USA abzulösen.“ Wann das der Fall sein werde, sei aber noch nicht genau absehbar.

In China erobert Porsche Maier zufolge derzeit neue Zielgruppen: „Als wir vor zehn Jahren China erschlossen haben, hatten viele unserer Käufer gar keinen Führerschein und haben sich fahren lassen“, sagte er. „Das ist heute anders. Wir haben zwar immer noch die Klientel, die sich fahren lässt. Aber der Großteil liebt es eben, seinen Porsche selber zu fahren.“ Dabei entdeckten zunehmend auch Frauen die Sportwagen für sich.

„Wir haben einen relativ hohen Anteil weiblicher Kunden in China von über 30 Prozent - der mit Abstand höchste weltweit“, sagte Maier. Der Frauenanteil wachse allerdings auch auf anderen Märkten, wie beispielsweise den USA. „Dort hat er in den vergangenen Jahren deutlich zugelegt auf mittlerweile nahezu 15 Prozent.“ Allerdings seien US-Kunden im Schnitt zehn Jahre älter als die in China und hätten somit andere Ansprüche.

Spezielle Angebote für Frauen wolle Porsche aber nicht machen, sagte Maier. „Es gibt sicher die eine oder andere geschlechterspezifische Anforderung“, räumte er ein. „Aber am Ende zählt die individuelle Kundenbetreuung. Ich habe nicht den Eindruck, dass Frauen einen signifikanten Unterschied in der Betreuungsqualität haben wollen.“

dpa

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