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Puma setzt Aufwärtstrend dank Fußball-EM fort

Herzogenaurach Puma setzt Aufwärtstrend dank Fußball-EM fort

Das Sportjahr 2016 läuft für Puma. Dank der Fußball-EM im zweiten Quartal steigen Umsatz und Gewinn, aber auch die Frauen tragen zum Plus bei. Nun wartet Olympia.

Herzogenaurach. Dank der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich hat der Sportartikelhersteller Puma im zweiten Quartal weiter zugelegt. Der Konzern steigerte seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um sieben Prozent auf 827 Millionen Euro.

Das Konzernergebnis belief sich auf 1,6 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte Puma noch 3,3 Millionen Euro Minus gemacht. „Mit unseren Mannschaften und Einzelspielern haben wir bei der Fußball-EM in Frankreich eine hohe Markenpräsenz erzielt“, sagte Konzernchef Björn Gulden am Mittwoch am Firmensitz in Herzogenaurach. Die zweifarbigen Puma-Schuhe trug etwa der EM-Torschützenkönig Antoine Griezmann aus Frankreich.

Zwar geriet Puma während der EM auch negativ in die Schlagzeilen, als im Gruppenspiel gegen EM-Gastgeber Frankreich gleich reihenweise Schweizer Trikots den Reißtest nicht bestanden. Der sogenannte Trikot-Gate hatte aber offenbar keine Auswirkungen auf die Geschäfte. „Wir sind mit der Entwicklung im zweiten Quartal 2016 sehr zufrieden“, kommentierte Gulden.

Zum Wachstum im zweiten Quartal trugen neben dem Fußball-Turnier und dem Schuh- und Trikotabsatz auch andere Bereiche bei. Puma wuchs in allen Produktkategorien bis auf Motorsport - insbesondere im Frauensegment. Dort seien etwa alle Produkte von Haus-Designerin und Popstar Rihanna ausverkauft gewesen.

Nun erhofft sich der Adidas- und Nike-Rivale von den anstehenden Olympischen Spielen in Rio mit gesponserten Athleten wie Usain Bolt weitere positive Effekte. Bei den Wettkämpfen bauen die Franken außerdem auf Partnerschaften mit den Karibiknationen Jamaika, Kuba, Grenada, der Dominikanischen Republik, den Bahamas und Barbados.

„Ich mag Olympia, weil es das größte und vielfältigste Sportevent ist. Es verhilft hoffentlich vielen Menschen weltweit zur Sportbegeisterung“, sagte Gulden. Die kommerziellen Effekte des Ringespektakels seien aber schwer zu messen. „Die Leute kaufen nicht wie bei einer Fußball-EM Trikots. Doch es ist eine Plattform für uns zur Präsentation“, kommentierte der 51 Jahre alte Norweger.

Mit der Entwicklung des seit gut vier Jahren in einem tiefgreifenden Umbau steckenden Konzerns zeigte sich der Chef zufrieden. Wenn die zweite Jahreshälfte verlaufe wie die erste, werde Puma sein Jahresziel erreichen. Zwar wachse die Konkurrenz auf dem Sportartikelmarkt stärker. „Aber wir wollen kontrolliertes Wachstum. Wir müssen aufpassen, wer wir sind, und können uns nicht mit anderen und deren Voraussetzungen vergleichen“, sagte Gulden. Lokal-Rivale Adidas präsentiert seine Zahlen in einer Woche.

dpa

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