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Wirtschaft im Rest der Welt Reichster Brite und Brexit-Befürworter wandert aus
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17:45 10.08.2018
Yachten liegen im Hafen von Monte Carlo Quelle: imago/LAT Photographic
London/Monaco

Erst vor zwei Monaten wurde Sir Jim Ratcliffe von der Queen für seine „Dienste für Wirtschaft und Investment“ zum Ritter geschlagen. Jetzt will der Chef und Gründer des Petrochemie-Konzerns Inoes dem Königreich den Rücken kehren und auf das europäische Festland ziehen, wie die britische Tageszeitung „The Daily Telegraph“ berichtet.

Umzug aus steuerlichen Gründen?

Seinen Umzug nach Monaco plant der reichste Mann des Landes offenbar, um Steuern zu umgehen. Ratcliffes Vermögen wird auf rund 21 Milliarden Pfund (etwa 23,5 Milliarden Euro) geschätzt. Erst vor Kurzem hatte er sich öffentlich über die britischen Steuerregelungen beschwert. Bereits im Jahr 2010 verlagerte Ratcliffe den Hauptsitz seines Konzerns für vier Jahre vorübergehend in die Schweiz.

Als Ursache für den erneuten Standortwechsel nannte eine Iones-Sprecherin „persönliche Gründe“. Auf weitere Anfragen hat der Konzernchef bisher nicht reagiert. Neben dem 65-Jährigen soll es auch zwei weitere Miteigentümer des Unternehmens an die Côte d’Azur verschlagen haben. Der Hauptsitz der Firma bleibe aber weiterhin in London.

Ratcliffe ist großer Brexit-Befürworter

Vor dem Brexit-Referendum 2016 war der Milliardär als einer der vehementesten Befürworter des Austrittsbewegung bekannt. „Die Briten sind bestens dazu geeinigt, sich selbst zu verwalten und brauchen Brüssel nicht, um ihnen vorzuschreiben, wie Dinge geregelt werden müssen“, sagte er damals der „Sunday Times“. Nach dem Referendum forderte er die Regierung immer wieder zu harten Verhandlungen auf. „Es gibt keinen Platz für Schwäche und Zurückhaltung, auch nicht um 3 Uhr morgens, wenn es schwierig wird und die meisten Punkte verloren oder gewonnen werden.“

Von RND/mkr

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