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Robuste Wall Street stützt Dax-Erholung

Börse in Frankfurt Robuste Wall Street stützt Dax-Erholung

Der Dax hat sich etwas vom gestrigen Kursrutsch erholt. In der ersten Handelsstunde stieg der Leitindex Dax um 0,71 Prozent auf 12.030,29 Punkte.

Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX).

Quelle: Fredrik von Erichsen

Frankfurt/Main. Der Dax hat sich etwas vom gestrigen Kursrutsch erholt. In der ersten Handelsstunde stieg der Leitindex Dax um 0,71 Prozent auf 12.030,29 Punkte.

Am Dienstag hatte der deutsche Leitindex erstmals seit rund fünf Monaten unter der viel beachteten 12.000-Punkte-Marke geschlossen. Auf diesem Niveau sei nun „mit verstärktem Kaufinteresse zu rechnen“, hieß es bei den Experten des Börsenstatistik-Magazin Index-Radar. Ob sich daraus nur eine kleine Verzögerung im seit Monate anhaltenden Abwärtstrend oder eine Stabilisierung ergebe, bleibe aber abzuwarten.

Als Stütze für den Dax sah Analyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets UK die gelassene Reaktion der Wall Street auf den jüngsten nordkoreanischen Raketentest, der die Notierungen in Asien und Europa am Dienstag noch sichtbar belastet hatte. Außerdem fiel der Euro, dessen Anstieg Sorgen über die Exportchancen der deutschen Unternehmen genährt hatte, wieder deutlich unter die Marke von 1,20 US-Dollar.

Auch die Nebenwerte-Indizes legten am Mittwoch wieder den Vorwärtsgang ein: Der MDax, in dem sich die mittelgroßen deutschen Unternehmen versammeln, gewann 0,50 Prozent auf 24.445,75 Punkte, und der Technologiewerte-Index TecDax rückte um 0,84 Prozent auf 2247,80 Punkte vor. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 0,60 Prozent auf 3408,55 Zähler.

Die US-Märkte hatten am Dienstag ihre anfänglichen Verluste abgeschüttelt und mit moderaten Kursaufschlägen geschlossen - am Mittwochmorgen zogen die asiatischen Handelsplätze nach und legten ebenfalls zu.

Hierzulande standen positiv aufgenommene Geschäftszahlen von RTL und Bertrandt im Fokus. Der Medienkonzern konnte bei rückläufigen Gewinnen den Umsatz im zweiten Quartal ein wenig stärker steigern als erwartet und bestätigte seine Jahresziele. Eine böse Überraschung sei ausgeblieben, was für Erholungspotenzial vom gestrigen Vierjahrestief sorge, kommentierte ein Börsianer.

Mit plus 2,47 Prozent gehörten die RTL-Titel ebenso zu den MDax-Favoriten wie die 2,36 Prozent festeren Aktien des Werbevermarkters Ströer. Am Dienstag hatten negative Aussagen von ProSiebenSat.1 zum TV-Werbegeschäft beide Titel in Mitleidenschaft gezogen. Dessen Aktien schafften es weiter nicht in positives Terrain und waren mit minus 1,24 Prozent erneut Schlusslicht im deutschen Leitindex.

Eine Trendwende gelang indes den Papieren des Ingenieur-Dienstleisters Bertrandt: Sie setzten sich mit plus 6,98 Prozent an die Spitze des Kleinwerte-Index SDax. Bertrandt verfehlte zwar einem Händler zufolge im dritten Geschäftsquartal einmal mehr die Gewinnerwartungen am Markt. Zudem gebe es bisher keine Aussagen zum Geschäftsjahr 2016/17. Allerdings könnten sich die zuletzt gebeutelten Titel nach einem schwachen Start etwas erholen, da die Resultate zwar schlecht, aber „kein Schocker“ mehr seien. Am Vortag waren die Aktien zeitweise auf dem tiefsten Stand seit 2012 gerutscht.

dpa

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