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Wirtschaft im Rest der Welt Rohstoff-Megadeal: Aktionäre entscheiden
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17:15 19.11.2012
Die Firmenzentrale vom Rohstoffhändler Glencore in Baar (Schweiz). Der Rohstoffriese Glencore ist fest entschlossen, die geplante Fusion mit Xstrata zu einem Mega-Konzern umzusetzen. Quelle: Urs Flueeler

Zug (dpa) - Im Reich der Rohstoffe soll an diesem Dienstag die seit Jahren größte Konzernfusion besiegelt werden. Kurz nach der als sicher geltenden Zustimmung durch die Aktionäre des weltgrößten Rohstoffhändlers Glencore geben die Anteilseigner des Bergbauriesen Xstrata ihr Votum ab.

Die Übernahme hat einen Wert von mehr als 30 Milliarden US-Dollar. Die Aktionärsversammlungen finden in Zug statt, dem Hauptort des gleichnamigen steuergünstigen Schweizer Kantons, in dem beide Konzerne ihre Sitze haben.

Nach mehrfachen Rückschlägen und einem deutlich nachgebesserten Angebot durch Glencore gehen Branchenexperten davon aus, dass die Megafusion abgesegnet wird. In der vergangenen Woche hatte einer der einflussreichsten Großaktionäre von Xstrata - das Emirat Katar - seine Blockadehaltung aufgegeben und den Zusammenschluss empfohlen.

Vor allem auf Verlangen Katars hatte Glencore seine Offerte im September erhöht. Statt der ursprünglich 2,8 eigenen Aktien für ein Xstrata-Papier sind 3,05 eigene Aktien geboten. Das vom jeweiligen Aktienkurs abhängige Angebot entsprach seinerzeit rund 33 Milliarden US-Dollar. Durch die Fusion würde einer der mächtigsten Konzerne der Rohstoffbranche mit Kontrolle über weite Teile der Förderung und Vermarktung von Bodenschätzen und Agrarerzeugnissen entstehen.

Nach Berechnungen der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) würden Glencore und Xstrata den fünftgrößten Bergbaukonzern bilden - hinter der brasilianischen Vale, der australischen BHP Billiton Group und den britisch-australischen sowie britisch-südafrikanischen Konzernen Rio Tinto und Anglo American. Bei einigen strategisch wichtigen Metallen würde der neue Riese Spitzenplätze einnehmen. Ob der Megadeal durchkommt, hängt von der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden ab. Experten schätzen die Aussichten dafür als gut ein.

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