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Wirtschaft im Rest der Welt Russland: Kein Monopol nach Öl-Milliardengeschäft
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17:21 23.10.2012
Mit der Komplettübernahme von TNK-BP steigt Rosneft Medienberichten zufolge zum größten börsennotierten Ölförderer der Welt auf. Quelle: Yuri Kochetkov
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Moskau

Russland hat nach dem spektakulären Kauf des Ölförderers TNK-BP durch den Staatskonzern Rosneft Ängste vor einer Monopolstellung zurückgewiesen. „Dieses Unternehmen muss sich dem Weltmarkt stellen, es konkurriert mit anderen Großkonzernen“.

Das sagte Energieminister Andrej Beloussow am Dienstag der Agentur Interfax zufolge. Rosneft-Chef Igor Setschin sagte, sein Konzern kontrolliere nach der Einigung etwa 200 Millionen der insgesamt 500 Millionen Tonnen Öl, die jährlich in Russland produziert würden.

Die Regierung unterstütze das Geschäft in Höhe von insgesamt 61 Milliarden US-Dollar (46,76 Mrd Euro), sagte Beloussow. Rosneft kauft vom britischen Energieriesen BP sowie vom russischen Oligarchenkonsortium AAR jeweils 50 Prozent an TNK-BP.

Kremlchef Wladimir Putin beauftragte Ministerpräsident Dmitri Medwedew damit, das Milliardengeschäft zu Ende zu bringen. Rosneft erwarte von der Fusion Synergieeffekte in Höhe von bis zu fünf Milliarden US-Dollar, sagte Konzernchef Igor Setschin, der ein Vertrauter Putins ist. Mit BP seien weitere Projekte geplant.

Mit der Komplettübernahme von TNK-BP steigt Rosneft Medienberichten zufolge zum größten börsennotierten Ölförderer der Welt auf. Die tägliche Fördermenge erhöhe sich von 2,4 Millionen Barrel (je 159 Liter) Öl auf 4,1 Millionen Barrel, sagte Setschin. Die nachgewiesenen Reserven von Öl, Gas und Gaskondensat wüchsen von 23,4 Milliarden auf 38,3 Milliarden Barrel Öläquivalent.

Die Oligarchen von AAR zeigten sich hochzufrieden mit der Einigung. „Dieser Deal bietet dem Konsortium die Möglichkeit, seinen TNK-BP-Anteil zu einem fairen Preis zu verkaufen“, sagte AAR-Chef Stan Polovets der Zeitung „Kommersant“. Miteigentümer Viktor Wekselberg wird mit dem Geschäft angeblich zum reichsten Russen.

Die Rosneft-Aktie legte gegen den Trend leicht zu. Hingegen brachen die Papiere von TNK-BP zum Handelsstart um 7,4 Prozent ein. Das Joint Venture hatte angekündigt, keine Dividende zu zahlen.

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