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Ryanair muss nach Fehler höhere Gebühren zahlen

Langen/Brüssel/Dublin Ryanair muss nach Fehler höhere Gebühren zahlen

Der irische Billigflieger Ryanair hat möglicherweise wegen eines Abrechnungsfehlers zu geringe Flugsicherungsgebühren auf deutschen Flughäfen bezahlt. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) in Langen bei Frankfurt prüft den Vorgang, wie eine Sprecherin am Mittwoch sagte.

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Die Fluggesellschaft Ryanair ist wieder in die Schlagzeilen geraten. Diesmal geht es um Angaben zum Startgewicht ihrer Flugzeuge. Foto: Patrick Pleul

Langen. Ob es Nachforderungen oder gar eine Klage gegen Ryanair geben werde, sei nicht klar. Ryanair zahle inzwischen den korrekten Betrag. Auch die europäische Luftaufsicht Eurocontrol ist mit der Materie befasst. „Wir wissen über die Behauptungen Bescheid und wir befinden uns in Gesprächen mit Ryanair“, sagte eine Sprecherin von Eurocontrol am Mittwoch in Brüssel.

Die irische Fluggesellschaft hatte das als hauptsächliche Basis für die Gebühren herangezogene Startgewicht seiner Boeing 737-800-Maschinen mit pauschal 67 Tonnen angegeben. Zugelassen sind die Flugzeuge laut Hersteller und irischer Luftaufsicht für ein Startgewicht von 75 Tonnen. Tatsächlich sollen die Flugzeuge beim Abflug von deutschen Flughäfen zum Teil mehr als die angegebenen 67 Tonnen gewogen haben. So habe Ryanair pro Start bis zu 17 Euro gespart. Die in Deutschland eingesparte Gesamtsumme könnte sich nach Medienberichten auf bis zu 370 000 Euro belaufen.

Der Fehler sei bei Prüfungen aufgefallen, sagte die DFS-Sprecherin. Möglicherweise müsse nun jeder einzelne Flug nachgeprüft werden. Dies ist in den Flugpapieren enthalten, die der DFS vorliegen. Die Fluggesellschaften wiegen Gepäck und Kerosin und geben das Gewicht von Passagieren und Handgepäck nach bestimmten Tabellen pauschal an. Die Summe wird dem Leergewicht der Maschine hinzugefügt.

Ryanair hatte sich zu den Vorwürfen inhaltlich nicht geäußert. Ein Sprecher sagte am Mittwoch in Dublin lediglich, das Unternehmen arbeite mit den zuständigen Behörden kooperativ zusammen. Gerüchte und Spekulationen wolle man aber grundsätzlich nicht kommentieren.

Unterdessen erhielt Ryanair bei dem Versuch, den irischen Konkurrenten Aer Lingus voll zu übernehmen, einen Dämpfer. Der irische Staat werde ein Angebot von Ryanair, den 25-Prozent-Anteil der Regierung zu übernehmen, nicht annehmen, kündigte die Regierung an. Nach Medienberichten wollte Ryanair für das Paket 694 Millionen Euro zahlen. Die Weigerung der Regierung, das Angebot anzunehmen, bedeute nicht das Aus für die Übernahmeabsicht, heißt es in einer Erklärung von Ryanair, der bisher rund 30 Prozent an Aer Lingus gehören.

dpa

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