Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Rest der Welt Schlechte Luft: Ministerin fordert Autobauer zum Handeln auf
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Schlechte Luft: Ministerin fordert Autobauer zum Handeln auf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:13 18.05.2018
Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Quelle: Bernd von Jutrczenka
Anzeige
Berlin

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat angesichts der angekündigten EU-Klage wegen zu schmutziger Luft in vielen deutschen Städten ihre Forderungen an die Autobauer bekräftigt.

„Es ist vollkommen klar, dass die Autoindustrie jetzt handeln muss“, sagte die SPD-Politikerin im Deutschlandfunk. Bei den Diesel-Pkw müsse technisch nachgerüstet werden. „Wenn das nicht passiert, dann riskieren wir jetzt ganz eindeutig Fahrverbote.“

Umfangreiche technische Nachrüstungen direkt am Motor für ältere Diesel, sogenannte Hardware-Nachrüstungen, sind allerdings in der Koalition umstritten. Die Union ist skeptisch. Die Autohersteller lehnen Hardware-Nachrüstungen als zu aufwendig und teuer ab.

Schulze sagte, nach Hardware-Nachrüstungen würde die Luft unmittelbar sauberer werden. „Das wäre gut für die Menschen, die da leben“. Außerdem würde der Wertverlust von Diesel-Autos aufgehalten.

Ein blaue Plakette unterstützt die Umweltministerin nicht. Diese brauche man nämlich nur, wenn man Fahrverbote aussprechen wolle zum Kennzeichnen der Fahrzeuge. „Erstmal soll man andere Möglichkeiten ausschöpfen“, sagte Schulze.

Die EU-Kommission hatte entschieden, Deutschland und fünf andere Länder wegen zu schmutziger Luft in vielen Städten vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) zu verklagen. Dabei geht es um die Missachtung von EU-Grenzwerten für Stickoxide, die bereits seit 2010 verbindlich für alle EU-Staaten sind.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Ölpreise haben sich in der Nähe der am Vortag erreichten mehrjährigen Höchststände gehalten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete am Morgen 79,53 US-Dollar.

18.05.2018

Brüssel hat Ernst gemacht und verklagt Deutschland wegen zu schlechter Luft in Städten. Wie geht es nun weiter? In der Koalition droht buchstäblich dicke Luft.

18.05.2018

Der Einzug von Robotern und künstlicher Intelligenz in Werkshallen und Büros wirft bei vielen Arbeitnehmern bange Fragen nach der Zukunft ihrer Jobs auf. Doch gerade bei der Aus- und Weiterbildung für die Arbeitswelt von morgen hapert es aus Sicht der Beschäftigten.

18.05.2018
Anzeige