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Wirtschaft im Rest der Welt Siemens-Energiesparte streicht 1100 Stellen
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Siemens-Energiesparte streicht 1100 Stellen
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09:51 22.12.2012
Die Folgen des Siemens-Sparkurses für die Belegschaft werden allmählich deutlicher. Die Energiesparte kündigt einen zügigen Stellenabbau an fünf deutschen Standorten an. Foto: Marc Tirl
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Erlangen

Der Stellenabbau soll bis Oktober 2013 abgeschlossen sein und wenn möglich ohne Kündigungen erfolgen. „Wir wollen das sozialverträglich machen. Wir suchen freiwillige Lösungen“, sagte der Siemens-Sprecher in Erlangen. Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern liefen.

Siemens-Chef Peter Löscher will konzernweit in den nächsten zwei Jahren sechs Milliarden Euro einsparen, um das Unternehmen wieder so profitabel zu machen wie die Konkurrenten. Dazu soll die Energiesparte gut die Hälfte beitragen. Handlungsbedarf bestehe vor allem im Geschäft mit fossilen Kraftwerken und im Öl- und Gasgeschäft, erklärte der Sprecher. Das Geschäft mit Dampfturbinen für Kohlekraftwerke in Europa und den USA sei praktisch zum Erliegen gekommen. Die Hauptkunden in Indien und China würden über Lizenzen und Partnerschaften beliefert, nicht aus Deutschland.

Außerdem fahre Siemens sein Geschäft mit konventioneller Technik für Atomkraftwerke herunter. Und schließlich breche das Öl- und Gasgeschäft im Iran wegen der EU-Sanktionen weg. Abschreibungen beim finnische Atomkraftwerk Olkiluoto und im Iran hatten Iran im vergangenen Jahr eine halbe Milliarde Euro gekostet.

Insgesamt will Siemens nach Berechnungen der IG Metall in Deutschland den nächsten zwei Jahren rund 5100 Arbeitsplätze streichen. Weitere 1400 Stellen sollten ausgelagert oder durch Verkauf an andere Firmen übertragen werden. Betriebsbedingte Kündigungen sind durch einen unbefristeten Vertrag zur Standort- und Beschäftigungssicherung im Prinzip ausgeschlossen, aber in bestimmten Fällen mit Zustimmung von Betriebsrat und IG Metall möglich. Die Siemens AG hatte ihre Mitarbeiterzahl im Kerngeschäft in Deutschland im vergangenen Jahr um 3000 auf 119 000 erhöht.

dpa

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