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„Solarworld“-Chef Asbeck gibt China Schuld an Insolvenz

«Doping» durch Subventionen „Solarworld“-Chef Asbeck gibt China Schuld an Insolvenz

„Solarworld“-Chef Frank Asbeck hat chinesischen Konkurrenten die Schuld für die Insolvenz gegeben.

Deutschlands größter Solarhersteller Solarworld hatte Mitte Mai Insolvenz beantragt.

Quelle: Arifoto Ug/michael Reichel

Bonn. „Solarworld“-Chef Frank Asbeck hat chinesischen Konkurrenten die Schuld für die Insolvenz gegeben. Der Preisverfall seit vergangenem Jahr - „ausgelöst durch die extreme chinesische Überproduktion und deren Notverkäufe zu Dumpingpreisen“ - habe ihnen „das letzte Wasser abgegraben“.

Gegen diese „Art Kommandowirtschaft“ komme man schwer an, sagte Asbeck dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Die Chinesen hätten bereits 2003 die Solarindustrie als wichtige Schlüsseltechnologie definiert. „Darauf wurden dann die Betriebe angesetzt“, sagte Asbeck.

Mit Staatsbankkrediten sei eine Kapazität aufgebaut worden, die heute die weltweite Nachfrage 1,3-mal bedienen könne. „Unser Problem war die an allen Ecken und Enden in China subventionierte Produktion, das ist Doping.“

Deutschlands größter Solarhersteller Solarworld hatte Mitte Mai Insolvenz beantragt. Solarworld beschäftigt insgesamt knapp 3300 Menschen - davon rund 2600 in Deutschland in der Bonner Zentrale, in Arnstadt (Thüringen) und in Freiberg (Sachsen). 2016 hatte Solarworld unterm Strich knapp 92 Millionen Euro Verlust ausgewiesen.

Auf die Frage, was er seinen Aktionären sage, antwortete Asbeck: Die Aktionäre seien natürlich ihres Besitzes enthoben. Das sei aber nur die halbe Wahrheit, „denn viele andere haben auch sehr viel mit uns verdient“. Angesprochen auf eigene Gewinne erklärte Asbeck, in 21 Jahren Solarworld habe er neun Millionen Euro als Vorstandsgehalt bekommen. Umgerechnet seien das unter einer halben Million Euro im Jahr. „Das ist viel Geld. Aber vergleichen Sie das mal mit anderen Unternehmen, die so kapitalisiert waren wie wir.“ Er habe zudem wie jeder andere Aktionär Dividenden bekommen und Aktien verkauft.

dpa

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