Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Rest der Welt Sparkassenpräsident soll bis Dienstag zurücktreten
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Sparkassenpräsident soll bis Dienstag zurücktreten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:03 12.11.2017
Der Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon. Quelle: Ralf Hirschberger/archiv
Anzeige
Berlin

Die Tage von Georg Fahrenschon an der Spitze des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) sind wohl gezählt. Angesichts der Steueraffäre des obersten Sparkassenchefs machen die Regionalverbände hinter den Kulissen mächtig Druck.

Wie die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Sparkassenkreisen erfuhr, soll der 49-Jährige die Konsequenzen ziehen und sein Amt aufgeben. „Er hat das klare Signal erhalten, dass es so nicht weitergeht“, hieß es. Eine Entscheidung wird vom mächtigen Verbandspräsidenten demnach bis Dienstag erwartet.

Die „Bild am Sonntag“ berichtete, das DSGV-Präsidium komme am Dienstag zu einer Sondersitzung zusammen, um über die Steueraffäre und die Zukunft des Präsidenten zu beraten. Eingeladen habe Fahrenschons Stellvertreter Thomas Mang, der auch Präsident des Sparkassenverbandes Niedersachsen ist. Bei dem Krisentreffen könnte bereits das Ende von Fahrenschon als Verbandspräsident besiegelt werden, hieß es.

Neben der mutmaßlichen Steuerhinterziehung wird dem früheren bayrischen Finanzminister vor allem angekreidet, den Strafbefehl gegen seine Person monatelang verheimlicht zu haben. „Er versuchte, uns auszutricksen. Dieser Vertrauensbruch ist genauso schlimm wie die Steuerhinterziehung“, zitierte die Zeitung ein nicht namentlich genanntes Präsidiumsmitglied.

Fahrenschon hat eingeräumt, seine Steuererklärungen für 2012 bis 2014 erst im vergangenen Jahr beim Finanzamt eingereicht zu haben. Das Münchner Amtsgericht sieht mit der langen Verspätung den Tatbestand der Steuerhinterziehung gegeben und hat einen Strafbefehl erlassen. Fahrenschon bestreitet eine vorsätzliche Straftat und hat Widerspruch eingelegt. Mittlerweile hat er seine Steuern gezahlt.

Der Fall wurde einen Tag vor der geplanten Wiederwahl des Verbandschefs für eine zweite sechsjährige Amtszeit in der vergangenen Woche öffentlich. Allerdings soll Fahrenschon den Strafbefehl bereits im Frühjahr dieses Jahres bekommen und dies monatelang verschwiegen haben.

Zunächst hatte sich Fahrenschon trotz Bekanntwerden der Steueraffäre erneut zur Wahl stellen wollen. Doch der DSGV blies die eigentlich für vergangenen Mittwoch geplante Wahl ab. Der Verband wolle zunächst den Ausgang des Strafprozesses abwarten, der auf Fahrenschon nun zukommt, hieß es. Der 49-Jährige wollte an seiner Kandidatur grundsätzlich festhalten.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Zu dreckig, um dort zu landen: United Airlines will es seinen Kunden derzeit nicht antun, sie in die indische Hauptstadt Neu Delhi zu fliegen. Auch Pakistan liegt unter einer Glocke von Smog.

12.11.2017

Laut „Bild am Sonntag“ sind die Tage von Georg Fahrenschon an der Spitze des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes gezählt.

12.11.2017

Die Airlines fliegen im Jahr 2018 jede Menge neue Ziele von deutschen Flughäfen aus an. Der reisereporter gibt dir einen Überblick über die neuen Flugpläne.

12.11.2017
Anzeige