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Wirtschaft im Rest der Welt Starker Euro bremst Dax
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19:12 31.07.2017
Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX). Quelle: Fredrik von Erichsen
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Frankfurt/Main

Der starke Euro hat den Dax am Montag erneut gebremst. Ein zwischenzeitlicher Erholungsversuch kam zum Erliegen, als die Gemeinschaftswährung am Nachmittag erstmals seit dem Januar 2015 wieder die Marke von 1,18 US-Dollar in Angriff nahm.

Am Ende fiel der deutsche Leitindex um 0,37 Prozent auf 12 118,25 Punkte. Er unterbot dabei nochmals knapp seinen tiefsten Stand seit dem April. Im Börsenmonat Juli hat er fast 1,7 Prozent an Wert verloren.

Auch der Mittelwerte-Index MDax war ins Minus abgetaucht. Er büßte am Ende 0,54 Prozent auf 24 554,83 Zähler ein. Die Technologiewerte hingegen konnten ein hauchdünnes Plus verteidigen: Ihr Index TecDax schloss 0,03 Prozent höher bei 2258,92 Punkten.

Im Dax setzten die Anteilsscheine von BASF ihre am Freitag begonnene Kurserholung mit einem Plus von etwas mehr als 1 Prozent fort. Titel der Deutschen Bank waren hingegen mit Abgaben von gut 2 Prozent das abgeschlagene Schlusslicht, ohne dass es hier nochmals konkrete Neuigkeiten gab.

Seit der Vorlage von Quartalszahlen, die am vergangenen Donnerstag enttäuscht hatten, befanden sie sich nun schon den dritten Handelstag in Folge auf Talfahrt.

Experten zufolge ist der langfristige Aufwärtstrend beim Dax in Gefahr, während der Euro weiterhin von politischen Turbulenzen in den USA profitiert. Ein schlechtes Omen für den Dax sieht Marktanalyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets nun auch im anstehenden Monatswechsel: „Die Monate August und September sind normalerweise die schwächsten des Jahres.“

Inmitten der Berichtssaison, die dieser Tage in der Hochphase ist, war am Montag zumindest bei den Standardwerten kurzzeitig etwas Ruhe eingekehrt. Für Gesprächsstoff sorgten vor allem einige Unternehmen aus dem TecDax. Der Bausoftware-Hersteller RIB Software etwa hatte im zweiten Quartal überraschend viel Geld verdient. Seine Aktien zogen um etwa 5 Prozent an.

Stark gefragt waren auch die Papiere von Evotec mit einem Gewinn von etwa 4 Prozent. Mit der Übernahme des US-Konkurrenten Aptuit will das Biotech-Unternehmen sein Angebot deutlich ausbauen. Der Kauf könnte sich als sinnvoll erweisen, sagte ein Händler.

Favorit im TecDax waren die Aktien des Halbleiter-Unternehmens Siltronic, die ihre Rekordjagd mit einem Anstieg um 5,65 Prozent wieder aufnahmen. Das starke Branchenumfeld mit gut laufenden Geschäften treibt die Papiere schon eine Weile an.

Mit dem Euro kamen am Montag auch weitere europäische Indizes unter Druck. Der EuroStoxx 50 büßte 0,53 auf 3449,36 Punkte ein, der französische CAC-40 verlor sogar 0,73 Prozent. Der britische FTSE 100 dagegen behauptete sich knapp über Wasser. In New York erreichte der freundliche Dow Jones Industrial einen Rekordstand.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,32 Prozent am Freitag auf 0,30 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,10 Prozent auf 140,78 Punkte. Der Bund Future stand kaum verändert bei 162,01 Punkten. Der Kurs des Euro stand zuletzt sogar über der Marke von 1,18 US-Dollar und erreichte den höchsten Stand seit Januar 2015. Den Referenzkurs hatte die EZB zuvor noch auf 1,1727 (Freitag: 1,1729) Dollar festgesetzt.

dpa

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