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Wirtschaft im Rest der Welt Steuerhinterziehung? Staatsanwaltschaft ermittelt offenbar gegen Winterkorn
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Steuerhinterziehung? Staatsanwaltschaft ermittelt offenbar gegen Winterkorn
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08:59 29.07.2018
Der ehemalige VW-Chef Martin Winterkorn. Quelle: dpa
Braunschweig

Die Staatsanwalt Braunschweig ermittelt offenbar wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung gegen den ehemaligen Volkswagen-Chef Martin Winterkorn. Das berichtet die „Bild am Sonntag“ unter Berufung auf Ermittlungsakten.

Demnach solle Winterkorn 2016 und 2017 rund sieben Millionen Euro von einem seiner Konten bei der Sparda Bank Nürnberg auf ein Treuhandkonto seines Münchner Steuerberaters überwiesen haben. Ein Mitarbeiter der Bank habe daraufhin eine Verdachtsmeldung an das Landeskriminalamt Bayern sowie das Bundeskriminalamt geschickt.

Vom Konto des Wirtschaftsprüfers sollen die Millionen zur Schweizer Vonotel Bank überwiesen worden sein. Darunter sollen auch rund 3,4 Millionen Euro auf einem Depot von Winterkorns Frau geflossen sein. Möglicherweise handele es sich dabei laut Angaben der Ermittler um eine Schenkung. Allerdings sei dann eine sogenannte Schenkungssteuer angefallen – gut eine halbe Million Euro. Deswegen wird auch gegen die Ehefrau des ehemaligen VW-Vorstandsvorsitzenden ermittelt.

Sicherte sich Winterkorn einen „Notgroschen“?

Laut „Bild am Sonntag“ habe Winterkorn das Geld vermutlich nach Zürich verschoben, um sich einen „Notgroschen“ zu sichern. Im Dieselskandal drohen dem eins bestbezahlten deutschen Manager hohe Schadenersatzforderungen des Autoherstellers.

Winterkorns Anwalt wies die Vorwürfe zurück: Winterkorn sei „in der Verfügung über sein Vermögen völlig frei“. Es sei seine „höchstpersönliche Entscheidung, wie und durch wen er sein Vermögen verwalten“ lasse zitiert die Zeitung Felix Dörr. Der „Vorgang sei frei von jeder steuerlichen Beanstandung“.

Dem Ex-Konzernchef drohen in den USA bis zu 25 Jahre Haft. Das US-Justizministerium wirft dem ehemaligen VW-Chef Mittäterschaft beim Abgas-Skandal vor. Die Ermittler gehen davon aus, dass Winterkorn im Mai 2014 und Juli 2015 über die Abgasmanipulationen informiert wurde.

Von RND

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