Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Rest der Welt Studie: Offshore-Kosten höher als von Regierung prognostiziert
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Studie: Offshore-Kosten höher als von Regierung prognostiziert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:05 22.12.2012
Ein Offshore-Windpark in der Nordsee. Die Verzögerungen beim Bau der Leitungen dahin könnten die Verbraucher teuer zu stehen zu kommen. Foto: Ingo Wagner/Archiv
Berlin

Je nach Szenario seien 2,2 beziehungsweise 2,7 Milliarden Euro Entschädigung für die Betreiber von Offshore-Windparks bis 2015 zu erwarten, heißt es in einer Studie im Auftrag der Grünen im Bundestag, aus der die „Berliner Zeitung“ (Samstag) zitiert. Im Gesetz, das vorige Woche auch vom Bundesrat verabschiedet wurde, sei dagegen von einer Milliarde Euro die Rede. Das Bundeswirtschaftsministerium sprach in diesem Zusammenhang von Panikmache.

Die Bundesregierung habe mit dem nun verabschiedeten Energiewirtschaftsgesetz Planungssicherheit für die Offshore-Netzbetreiber geschaffen, teilte ein Ministeriumssprecher in Berlin mit.

Die Auftrags-Arbeit der Grünen lasse weitgehend außer Acht, dass die Haftungsregelungen mit der Einführung einer Offshore-Netzplanung verknüpft worden seien. „Diese gewährleistet, dass künftig der Bau von Windparks und Netzen Hand in Hand geht. Die Offshore-Kosten für die Stromverbraucher sind auf 0,25 Cent je Kilowattstunde begrenzt.“ Dabei bleibe es. „Höhere Kosten herbeizureden ist der untaugliche Versuch von Panikmache, die der Akzeptanz der Energiewende schadet“, sagte der Sprecher.

Der Grünen-Abgeordnete Oliver Krischer, der das Gutachten in Auftrag gegeben hatte, sagte der „Berliner Zeitung“: „Schwarz-Gelb hat den Stromkunden keinen reinen Wein eingeschenkt.“ Statt die Kosten auf die Verbraucher abzuwälzen, müsse der Bund die finanzielle Verantwortung übernehmen, denn er verantworte das Desaster.

Der Netzbetreiber Tennet hat erhebliche Probleme bei den Anschlüssen der Windparks in der Nordsee. Tennet ist nach eigenen Angaben für den Anschluss von zehn Offshore-Projekten mit einer Kapazität von 5500 Megawatt und Kosten von rund sechs Milliarden Euro zuständig.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der umstrittene Verkauf riskanter Zinswetten durch die Deutsche Bank an Städte und Gemeinden sollte aus Sicht der Grünen auch strafrechtlich aufgearbeitet werden.

23.12.2012

Der zu langsame Leitungsbau zu Offshore-Windparks wird für Stromkunden möglicherweise teurer als befürchtet. Die Grünen haben eine Studie zu den Entschädigungen für die Betreiber von Offshore-Windparks in Auftrag gegeben.

22.12.2012

Die USA werden nach Einschätzung von Porsche-Vorstand Bernhard Maier noch lange der wichtigste Markt für den Sportwagenbauer bleiben.„Wenn sich die USA so weiterentwickeln, wird es noch eine Weile dauern, bis China die USA überholt“, sagte der Vertriebs- und Marketingvorstand im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

23.12.2012