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Wirtschaft im Rest der Welt Systemkameras liegen bei der Photokina voll im Trend
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Systemkameras liegen bei der Photokina voll im Trend
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14:03 26.09.2018
In Köln stellen 812 Aussteller ihre Produkte vor. Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa
Köln

Smartphones haben den Fotomarkt längst umgekrempelt. Die Verkäufe von Digitalkameras haben sich seit 2014 ungefähr halbiert. Der Photo-Industrieverband (PIV) prognostiziert 2,35 Millionen verkaufte Apparate in diesem Jahr. Und wer sich noch eine Kamera kauft, will keine günstige Knipse, die kaum bessere Bilder als sein Handy liefert. So stehen auf der Photokina (Besuchertage 26. bis 29. September) besonders Systemkameras (Wechselobjektivkameras ohne Spiegel) sowie Kompaktkameras mit großen Sensoren im Mittelpunkt.

Künstliche Intelligenz steht auf der weltgrößten Fotomesse in Köln als aktuelles Trendthema ebenfalls hoch im Kurs. Digitale Bildbearbeitung, Bewegtbild und mobile Bildkommunikation sollen ebenfalls stärker in den Fokus der Fachmesse rücken.

Viele Hersteller haben den Trend zu spiegellosen Systemkameras erkannt und stellen an der Fotomesse Photokina in Köln eigene Modelle vor. So soll auf den Marktführer Sony Boden gut gemacht werden.

Die Imaging-Branche wolle zudem für die jüngere Zielgruppe attraktiver werden, betonen Koelnmesse und Photoindustrie-Verband. Die Photokina wird von sechs auf vier Tage verkürzt, findet dafür aber jährlich statt – nicht mehr nur alle zwei Jahre. Erwartet werden 812 Aussteller aus 66 Ländern.

Analoge Fotografie erlebt zweiten Frühling

Auch die gute alte Analogkamera ist wieder da. „Es ist eine Hipster-Faszination. Vor allem viele junge Leute finden es wieder cool, mit einer alten Kamera und mit einem Film rumzulaufen und sich damit von den anderen abzusetzen“, schildert Michael Ebert, geschäftsführender Vorstand der Gesellschaft für Fotografie, zum Start der Photokina. „Es ist ein bisschen so wie mit der Schallplatte.“

Geradezu einen Boom erlebten in den vergangenen Jahren die Sofortbildkameras. Erst waren sie vom Aussterben bedroht, dann folgte ein großes Comeback. Weltweit. 2016 seien 235.000 verkauft worden, und 2018 werden es wohl 570.000 Stück sein. Der PIV spricht von einem „generationsübergreifenden Kultstatus“. Die sofort greifbaren Fotos würden zunehmend als Unikate geschätzt.

Von RND/dpa