Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Rest der Welt Takata zahlt Milliardenstrafe im Airbag-Skandal
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Takata zahlt Milliardenstrafe im Airbag-Skandal
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:52 13.01.2017
Das Werk des Automobilzulieferers Takata in Aisho, Japan. Quelle: Kimimasa Mayama
Detroit/Washington

Der japanische Autozulieferer Takata hat sich mit der US-Justiz auf einen Vergleich im Streit um defekte Airbags geeinigt.

Das Unternehmen habe kriminelle Vergehen eingestanden und zahle Strafen in Höhe von 1,0 Milliarden Dollar (940 Mio Euro), teilte das US-Justizministerium mit. Zudem wurden Strafanzeigen gegen drei Manager gestellt.

Den langjährigen Takata-Angestellten wird Betrug und Verschwörung vorgeworfen. Die laut Anklageschrift bis 2015 in Japan und den USA für das Unternehmen tätigen Mitarbeiter sollen mit manipulierten Testergebnissen bewusst die Risiken mangelhafter Airbags verschleiert haben, die mit mehreren tödlichen Unfällen in Zusammenhang stehen.

„Autozulieferer, die Produkte zum Schutz der Verbraucher vor Verletzungen oder tödlichen Unfällen verkaufen, müssen die Sicherheit vor den Profit stellen“, erklärte Bundesanwältin Barbara McQuade aus Michigan. „Wenn sie sich stattdessen für Betrug entscheiden, werden wir die verantwortlichen Personen und Unternehmen zur Rechenschaft ziehen.“ Die US-Justiz wirft Takata vor, über ein Jahrzehnt lang systematisch Ergebnisse von Sicherheitstests manipuliert zu haben.

Das Unternehmen äußerte sich zunächst nicht zu dem Vergleich. Defekte Airbags des japanischen Zulieferers machen der Autoindustrie schon seit Jahren zu schaffen. Die Mängel haben in den USA zum Rückruf von fast 70 Millionen Airbags geführt. 42 Millionen Fahrzeuge diverser Hersteller sind betroffen. Die US-Verkehrsaufsicht geht von mindestens elf Todesfällen und 184 Verletzten in den Vereinigten Staaten aus, die im Zusammenhang mit dem Problem gebracht werden.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Live-Übertragung im Internet des Auftaktspiels der deutschen Handballer bei der WM in Frankreich gegen Ungarn ist zu Beginn massiv gestört gewesen.

13.01.2017

Die Live-Übertragung im Internet des Auftaktspiels der deutschen Handballer bei der WM in Frankreich gegen Ungarn ist zu Beginn massiv gestört gewesen.

13.01.2017

Die deutschen Anleger haben sich wieder von der für sie enttäuschend ausgefallenen Pressekonferenz des designierten US-Präsidenten Donald Trump erholt.

13.01.2017