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Thyssenkrupp wird zur Weltschmiede

«Top 3» der Branche Thyssenkrupp wird zur Weltschmiede

Nach der Stahlsparte treibt Thyssenkrupp den Konzernumbau auch in anderen Bereichen voran. Nun sollen die Schmiedeaktivitäten auf neue Geschäftsfelder ausgerichtet werden. Der Konzern verspricht Großes.

Mitarbeiter von Thyssenkrupp tragen Masken von Heinrich Hiesinger, Vorstandsvorsitzender der Thyssenkrupp AG, bei einer Kundgebung in Bochum.

Quelle: Bernd Thissen

Essen. Der Industriekonzern Thyssenkrupp setzt seinen Umbau fort und hebt Europas größtes Schmiedeunternehmen aus der Taufe.

Dafür bündelt der Konzern mehrere Sparten seiner bisherigen Schmiedeaktivitäten, bei denen unter anderem Maschinen- und Motorteile etwa für den Bergbau, die Schiffs- und Automobilindustrie hergestellt werden. Weltweit gehöre der neue Bereich „Thyssenkrupp Forged Technologies“ mit einem Umsatz von mehr als 1 Milliarde Euro und rund 7000 Mitarbeitern zu den „Top 3“ der Branche, teilte ein Sprecher in Essen mit.

In Deutschland zähle die Sparte mit Standorten in Homburg an der Saar und im nordrhein-westfälischen Remscheid knapp 800 Beschäftigte. Nach dem Abbau von weltweit rund 1000 Arbeitsplätzen bereits im Vorfeld des Zusammenschlusses seien derzeit keine weiteren Restrukturierungen geplant, hieß es.

Sitz des neuen Unternehmens, in dem große Teile der Schmiedetechnik unter anderem aus Brasilien und Italien zu einer gemeinsamen Geschäftseinheit zusammengefasst wurden, soll Essen sein. Die „FAZ“ hatte vorab über das Thema berichtet.

Hintergrund des Umbaus sei der Trend zur Elektromobilität und die bislang immer noch starke Abhängigkeit des Unternehmens vom Geschäft mit dem Verbrennungsmotor. „Für einen weichen Übergang erschließen wir uns neue Märkte jenseits der Autoindustrie“, sagte der zuständige Konzernvorstand Karsten Kroos im Gespräch mit der Zeitung.

Ziel sei es zudem, die Produktentwicklung voranzutreiben. Auch künftig werde jedoch die Auto- und Lastwagenbranche, mit der das Unternehmen bislang rund 80 Prozent des Spartenumsatzes erwirtschafte, wichtigster Abnehmer bleiben. Chancen rechne sich das Unternehmen künftig aber auch etwa in der Energieerzeugung und Rohstoffgewinnung aus.

dpa

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