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Wirtschaft im Rest der Welt Tuifly bringt mit Sonderflügen Niki-Kunden zurück
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Tuifly bringt mit Sonderflügen Niki-Kunden zurück
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13:32 14.12.2017
Ein Flugzeug mit Air Berlin Lackierung und einem Sticker der Fluggesellschaft Niki auf dem Düsseldorfer Flughafen. Quelle: Marcel Kusch
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Hannover

Nach dem Aus der Ferienfluglinie Niki haben mehrere Airlines angekündigt, beim Rücktransport von gestrandeten Passagieren aus dem Ausland zu helfen. Der Ferienflieger Tuifly plant Sonderflüge zur Rückholung gestrandeter Niki-Kunden.

Der Mutterkonzern Tui habe sich zudem weitere Flugkapazitäten am Markt gesichert, teilte Tui Deutschland mit. Insgesamt seien bis Ende des Jahres rund 5000 Tui-Kunden aus Deutschland von der Niki-Pleite betroffen. Keiner von ihnen müsse sich Sorgen machen, dass er nicht in Urlaub fliegen könne oder am Reiseziel festsitze, sagte Tui-Touristikchef Stefan Baumert. Niki hatte am Mittwoch Insolvenz angemeldet und daraufhin den Flugbetrieb eingestellt.

Zuvor hatte schon der Ferienflieger Condor angekündigt, Passagiere, die direkt bei Niki gebucht haben, nach eigenen Angaben kostenfrei nach Deutschland zurückzufliegen, soweit Sitzplätze verfügbar sind. Condor kündigte den Aufbau zusätzlicher Kapazitäten an. Die Reisenden sollten sich direkt an die Check-in Schalter am dem jeweiligen Flughafen wenden. Nach Angaben des Insolvenzverwalters Nicolas Flöther wollten in den kommenden 14 Tagen rund 40 000 Flugreisende mit Niki ihre Heimreise antreten.

Der Reiseunternehmer Thomas Cook teilte mit, die eigenen Kunden mit Abflug am Donnerstag bereits auf andere Flüge umgebucht und entsprechend informiert zu haben.

Wie Condor will auch Tui Urlaubern helfen, die keine Pauschalreise, sondern nur ein Niki-Flugticket gebucht haben und nun am Reiseziel festsitzen. Wenn sie als Ersatz für den ausgefallenen Rückflug einen Flug bei Tuifly buchten, zahle ihnen die Airline 50 Prozent des Ticketpreises zurück, hieß es. Dafür verlangt Tuifly nur die Buchungsbestätigung für den Niki-Flug. Dies gelte für alle Rückflüge bis Ende Dezember.

Die Tui-Fluglinie Tuifly hatte zuletzt bis zu sieben ihrer Flieger samt Besatzung noch für die Niki im Einsatz. Dieser vor Jahren geschlossene sogenannte Wetlease-Vertrag zwischen der Niki-Mutter Air Berlin und Tuifly über einst 14 Jets galt für Tui als besonders lukrativ - und als einer der Mühlsteine um den Hals von Air Berlin und Niki. Sieben Jets aus dem Deal hat Tuifly inzwischen samt Personal an die Lufthansa-Tochter Eurowings verleast.

dpa

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