Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Rest der Welt US-Banken drohen neue Milliardenzahlungen
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt US-Banken drohen neue Milliardenzahlungen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:28 08.01.2013
Ein Verkaufsschild vor einem Haus in den USA. Die amerikanischen Banken stehen seit Jahren wegen fragwürdiger Methoden bei Zwangsvollstreckungen in der Kritik. Foto: Justin Lane (Archivbild)
New York

Das Abkommen könnte noch im Laufe des Montags verkündet werden, schrieben unter anderem die „New York Times“ und das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf eingeweihte Personen.

Die amerikanischen Banken stehen seit Jahren wegen fragwürdiger Methoden bei Zwangsvollstreckungen in der Kritik. Das Thema ist in den USA brandheiß, weil durch das Platzen der Immobilienblase und die anschließende Finanz- und Wirtschaftskrise Millionen Amerikaner ihr Eigenheim verloren haben, weil sie ihre Kreditraten nicht mehr zahlen konnten. Viele Schuldner haben ihr Haus dabei zu Unrecht verloren, wie die Bankenregulierer sagen.

Vor allem das sogenannte Robo-Signing hatte für Empörung gesorgt. Übersetzt bedeutet dies „roboterhaftes Unterschreiben“. Gemeint ist damit, dass völlig überlastete Sachbearbeiter sich angesichts der schieren Masse der Fälle kaum Zeit für eine eingehende Prüfung der Unterlagen genommen haben sollen, sondern stattdessen im Minutentakt die Pfändungsbescheide erstellt haben. Bereits im Februar 2012 gab es deshalb einen 25 Milliarden Dollar schweren Vergleich zwischen den Generalstaatsanwälten der US-Bundesstaaten sowie Großbanken wie JPMorgan Chase, Bank of America oder Citigroup.

Diese Namen fallen auch jetzt wieder. Dieses Mal sitzen demnach jedoch der Bankenregulierer OCC sowie die Notenbank Fed auf der anderen Seite des Verhandlungstischs. Die Behörden hatten bereits im Jahr 2011 den Finanzfirmen Auflagen bei Hauspfändungen gemacht und mit weiteren Konsequenzen gedroht. Von den neuerlichen Milliarden dürften die geschädigten Hausbesitzer aber nur einen Teil direkt ausgezahlt bekommen, der Rest der Summe dürfte auf Erleichterungen in laufenden Kreditfällen entfallen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Krisentreffen der Gesellschafter zum erneuten Debakel um den Hauptstadtflughafen ist offenbar vorbei. Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck und Bundes-Verkehrsstaatssekretär Rainer Bomba verließen am Nachmittag das Rote Rothaus, wie ein dpa-Reporter berichtete.

08.01.2013

Frankfurt Aktien Index DAX

7.733,91 Punkte

- 42,46 Punkte

Durchschnittsrendite in %

07.01.2013

Der Sony-Konzern und der Musikverlag BMG wollen laut einem Zeitungsbericht gemeinsam für Parlophone und andere Musik-Labels von EMI bieten. Insgesamt gebe es rund ein Dutzend Interessenten vor allem für Parlophone mit bekannten Künstlern wie Coldplay oder Kylie Minogue.

08.01.2013