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US-Geschäft trägt Deutsche Telekom

Bonn US-Geschäft trägt Deutsche Telekom

Das rasante Wachstum ihrer US-Tochter gibt der Deutschen Telekom starken Schub aus dem Auslandsgeschäft. Im Inland freut sich Konzernchef Höttges über den Ausbau der Glasfaser-Anschlüsse.

Bonn. Der Erfolg ihrer US-Mobilfunktochter treibt die Deutsche Telekom auch zum Start ins Geschäftsjahr 2016 weiter an.

Im ersten Quartal kletterte der Umsatz - beflügelt vom starken Kundenwachstum in den USA - um knapp 5 Prozent auf 17,6 Milliarden Euro, teilte die Telekom mit.

Begünstigt durch den Ergebnisbeitrag aus dem Verkauf der britischen Mobilfungesellschaft EE an die BT Group stieg der Nettgewinn um das Vierfache auf 3,1 Milliarden Euro. Bereinigt um diesen Effekt stand unter dem Strich noch eine Summe von gut 1 Milliarde Euro zu Buche.

„Die Digitalisierung in Deutschland rollt“, sagte Telekom-Chef Tim Höttges mit Blick auf den Ausbau von Glasfaser-Anschlüssen. Ende März waren es 5 Millionen Anschlüsse - darunter 1,7 Millionen, die Wettbewerber unter eigenem Namen vermarkten.

Im anhaltenden Streit um den richtigen Weg beim Ausbau des schnellen Internets forderte Höttges die Wettbewerber zum Handeln auf. Statt zu lamentieren, sollten sie ihren Beitrag zur Ausweitung des Breitbandnetzes leisten. Höttges: „Über welchen Schatten müssen die Wettbewerber eigentlich noch springen?“.

Die Telekom habe ein Glasfasernetz in einer Länge von 400 000 Kilometern verlegt. Mit der sogenannten Vectoring-Technik im Nahbereich bekämen 6 Millionen Haushalte einen superschnellen Internetzugang. Die Hälfte davon befinde sich in ländlichen Regionen und Kleinstädten. „Wir haben ein gemeinsames Ziel: die Netze für die Gigabit-Gesellschaft zu bauen“, betonte Höttges.

Vor einigen Wochen hatte die Bundesnetzagentur der Telekom den exklusiven Ausbau der Netze gestattet und damit erhebliche Kritik bei Konkurrenten des Branchenführers hervorgerufen. Vor dem Hintergrund würden sich ihre eigenen Aktivitäten beim Glasfaser-Ausbau nicht mehr rechnen. Sollte die EU-Kommission, die den Beschluss der Bundesnetzagentur noch absegnen muss, ihre Entscheidung verzögern, würden die Ausbauziele der Bundesregierung beim schnelle Internet gefährdet, mahnte Höttges.

Die Telekom-Tochter in den USA wird unterdessen immer mehr zum Herzstück des Konzerns. Mit 65,5 Millionen Kunden ist T-Mobile US zwar nur die Nummer drei im Markt, legt aber seit mehreren Quartalen kräftig zu und peilt zum Jahresende die 70-Millionen-Schwelle an. 44 Prozent des gesamten Umsatzes entfällt inzwischen auf die einst ungeliebte Tochterfirma.

dpa

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