Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Rest der Welt USA verbieten Laptops im Handgepäck auf bestimmten Flügen
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt USA verbieten Laptops im Handgepäck auf bestimmten Flügen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:52 21.03.2017
Darf in manchen Fällen nicht mehr ins Handgepäck: Die US-Regierung hat die Mitnahme von größeren Elektronikgeräten im Handgepäck auf Flügen aus einigen Ländern in die USA verboten. Quelle: Frank Leonhardt
Anzeige
Washington

Die US-Regierung verbietet die Mitnahme von größeren Elektronikgeräten im Handgepäck auf Direktflügen von zehn Flughäfen in die Vereinigten Staaten. Alle acht Länder befinden sich im Nahen Osten oder in Nordafrika.

Das teilte das Heimatschutzministerium (DHS) auf seiner Webseite mit und bestätigte damit Medienberichte. Großbritannien ergriff ähnliche Maßnahmen, Deutschland nicht.

Das DHS begründet die Maßnahmen, die von vielen Passagieren als sehr störend empfunden werden dürften, mit Terrorgefahr: „Terroristische Gruppen peilen weiterhin das kommerzielle Flugwesen an und verfolgen aggressiv innovative Methoden, um ihre Attacken zu verüben.“

Verboten sind den US-Angaben nach an Bord alle elektronischen Geräte, die größer als Mobiltelefone sind, also Laptops, Tablet-Computer, E-Book-Reader oder Kameras. Die Elektronikgeräte können jedoch im Gepäck aufgegeben werden, das im Flugzeugbauch verstaut wird. Medizinische Geräte bleiben an Bord erlaubt.

Die zehn betroffenen Flughäfen liegen in Jordanien, Ägypten, Saudi-Arabien, Kuwait, Marokko, Katar, der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten, also in größtenteils muslimisch geprägten Staaten. Ob weitere Orte in Zukunft betroffen sein könnten, blieb zunächst unklar.

Großbritannien schloss sich der US-Maßnahme für die meisten Staaten an. Größere elektronische Geräte würden im Handgepäck auf Flügen aus der Türkei, dem Libanon, Jordanien, Ägypten, Tunesien und Saudi-Arabien verboten, erklärte die britische Regierung. Dagegen teilte die Bundesregierung mit, vergleichbare Regelungen seien „derzeit in Deutschland nicht vorgesehen“. Deutsche Flughäfen seien von den US-Maßnahmen nicht betroffen.

Betroffen von den US-Maßnahmen sind Medienberichten zufolge neben Turkish Airlines auch die Luftfahrtgesellschaften Etihad Airways aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Royal Jordanian Airlines und Saudi Arabian Airlines, da diese Direktflüge in die Vereinigten Staaten von den besagten Flughäfen anbieten.

US-Gesellschaften oder Fluggesellschaften aus Deutschland fallen demnach nicht unter diese Einschränkungen.

Die Fluggesellschaften wurden am Dienstag um 08.00 Uhr Ostküstenzeit informiert. Laut DHS haben sie 96 Stunden Zeit für die Umsetzung. Die Maßnahme ist laut DHS zunächst bis zum 14. Oktober dieses Jahres begrenzt, dann soll neu entschieden werden.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Eigentlich wollte Ryanair erst Ende Oktober 20 zusätzliche Flugverbindungen am Franfurter Flughafen anbieten. Nun aber soll das Angebot schon früher starten.

21.03.2017

An der Frankfurter Wertpapierbörse wurden im elektronischen Handel (Xetra) am 21.03.2017 um 17:56 Uhr folgende Schlusskurse für die 30 Werte des Deutschen Aktienindex DAX festgestellt.

21.03.2017

Anders als die USA plant Deutschland keine Laptop-Verbote in Flugzeugkabinen oder andere zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen im Flugverkehr.

21.03.2017
Anzeige