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Umweltministerium erwartet europäische E-Auto-Quote

Umwälzung in der Autoindustrie Umweltministerium erwartet europäische E-Auto-Quote

China will es vormachen, die EU klappert voraussichtlich hinterher: eine Quote für Elektroautos.

Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth erwartet eine europäische E-Auto-Quote.

Quelle: Lino Mirgeler

Berlin. Das Bundesumweltministerium erwartet im Herbst einen Vorstoß der EU für eine verbindliche Quote abgasfreier Autos auf Europas Straßen. Über die Höhe der Quote werde man noch sprechen, sagte Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth in Berlin.

Die Autobauer selbst gingen derzeit von einem Anteil von etwa 25 Prozent bis 2025 aus. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hatte Anfang der Woche eine verbindliche Quote für die Zulassung von E-Autos in den EU-Ländern gefordert. Vorreiter in Sachen Elektroquote ist China, dort soll diese schon ab 2018 gelten - wogegen die Bundesregierung wegen befürchteter Nachteile für die deutsche Industrie protestiert hatte.

Flasbarth geht davon aus, dass es in der EU keine Absatzprobleme geben wird, da Elektroautos schon bald deutlich günstiger würden als heute. Das sei eine Frage der Preisgestaltung und der Produktpalette, „das hat bei den Herstellern bisher nicht geklappt.“ Dass der Staat die Finanzierung übernehme, schloss er aus.

Deutschlands Autohersteller investieren derzeit große Summen in die Entwicklung von E-Autos, getrieben unter anderem von der Entwicklung in China. Beispiel Audi: „Wir wollen 2025 - das sind immerhin noch acht Jahre - einen Anteil an Elektrofahrzeugen von etwa einem Drittel am Gesamtabsatz haben“, sagte Technik-Vorstand Peter Mertens der „Heilbronner Stimme“. Die anderen zwei Drittel würden weiter konventionell unterwegs sein. Deswegen wird auch nach Einschätzung des Managers auch der Diesel nicht verschwinden: „Ich stimme da nicht in den Abgesang mit ein, der Diesel ist und bleibt sehr wichtig.“

Umweltsstaatssekretär Flasbarth erwartet keine reine E-Auto-Quote: Neben Elektroautos mit Batterien kämen auch Antriebe mit Brennstoffzellen in Frage, so Flasbarth. Der Staatssekretär geht aber davon aus, dass Batterien sich durchsetzen, da sie am effizientesten seien und auf den wichtigen Automärkten bereits auf dem Vormarsch. Wenn der Staat in den Ausbau etwa von Lade-Infrastruktur investiere, müsse es „irgendwann eine Weichenstellung“ geben.

Als Folge des Dieselgipfels soll Flasbarth zufolge eine der vier angekündigten Expertengruppen kommende Woche zum ersten Mal tagen. Am Donnerstag kommender Woche sollen staatliche und nichtstaatliche Experten über Umrüstungen von Taxis und dem öffentlichen Personennahverkehr beraten. Die Expertengruppe wird vom Umweltministerium und der Stadt Hamburg geleitet.

dpa

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