Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Rest der Welt VW-Werkstätten bräuchten Monate für Abarbeiten der Diesel-Rückrufe
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt VW-Werkstätten bräuchten Monate für Abarbeiten der Diesel-Rückrufe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:58 16.10.2015
Je nach Personalschlüssel und räumlichen Werkstattkapazitäten bräuchte also jeder VW-Servicepartner etliche Wochen für die Aktion. Quelle: Julian Stratenschulte
Anzeige
Wolfsburg

Auf das Netz der VW-Vertragswerkstätten rollt mit dem Massenrückruf in der Diesel-Affäre eine gigantische Arbeitswelle zu.

Nach Konzernangaben gibt es bundesweit 2173 Volkswagen-Partner, deren Werkstätten für den Rückruf autorisiert sind.

Damit ergeben sich mit den 2,4 Millionen zurückgerufenen Dieseln rechnerisch 1100 Fahrzeuge pro Werkstatt. Branchen-Insider gehen von durchschnittlich mindestens 90 Minuten Arbeitszeit pro betroffenem Wagen aus, worin neben der eigentlichen Nachbesserung auch die Zeit für Formulare und Dokumentation steckt.

Damit ergeben sich gut 200 Arbeitstage für eine Kfz-Arbeitskraft - wenn diese sich ausschließlich mit dem Rückruf beschäftigte. Je nach Personalschlüssel und räumlichen Werkstattkapazitäten bräuchte also jeder VW-Servicepartner etliche Wochen für die Aktion. „Die muss aber neben dem ganz normalen Tagesgeschäft gewuppt werden“, gibt ein Experte zu bedenken. Damit scheinen lange Wartezeiten absehbar.

Neben den knapp 2200 VW-Partnern gibt es zwar noch eine kleinere, nicht näher bekannte Zahl von autorisierten Servicebetrieben. Diese decken nur die ebenfalls vom Rückruf betroffenen VW-Schwestermarken Audi, Seat, Skoda und VW-Nutzfahrzeuge ab, nicht aber gleichzeitig auch die Kernmarke VW-Pkw. Diese Zahl dürfte aber zu vernachlässigen sein. Die freien Kfz-Werkstätten dringen bereits auf eine Teilnahme am Rückruf.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Börse in Tokio hat deutliche Gewinne verbucht. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte verbesserte sich um 194,90 Punkte oder 1,08 Prozent auf 18 291,80 Punkte.

16.10.2015

Die Affäre um manipulierte Dieselabgaswerte bei Volkswagen hat im September die Freude am Autokaufen vorerst nicht getrübt.

16.10.2015

VW hat es jetzt amtlich: Die Abgas-Manipulation bei Dieselautos ist auch hierzulande verboten und muss zügig in Ordnung gebracht werden. Das Kraftfahrt-Bundesamt zwingt den Konzern zum Pflicht-Rückruf. EU-weit geht es um 8,5 Millionen Autos. VW übt sich in Demut.

16.10.2015
Anzeige