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Verschwundener Fosun-Chef Guo Guangchang wieder aufgetaucht

Peking Verschwundener Fosun-Chef Guo Guangchang wieder aufgetaucht

Vier Tage war Chinas Star-Investor Guo Guangchang verschwunden. Am Montag tauchte er wieder auf. Guangchang, heißt es von seinem Unternehmen Fosun, habe der Polizei bei Ermittlungen geholfen.

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Milliardär Guo Guangchang verschwand von der Bildfläche für eine Weile. Nun ist er wieder da.

Quelle: Miguel A. Lopes

Peking. Der vergangene Woche verschwundene Milliardär Guo Guangchang ist wieder aufgetaucht.

Wie chinesische Medien berichteten, nahm der Unternehmer, der wegen seiner erfolgreichen Investitionen als Warren Buffett Chinas gilt, am Montag in einem Shanghaier Hotel an einer Versammlung seines Konzerns Fosun teil.

Zuvor hatte Fosun mitgeteilt, dass Guo Guangchang seit seinem mysteriösen Verschwinden vor vier Tagen der Polizei in Shanghai bei Ermittlungen geholfen habe.

Es handele sich in erster Linie um eine „private Angelegenheit“ des Firmengründers. Die Ermittlungen bedeuteten nicht, dass es bei Fosun Probleme gibt. Investoren von Fosun sahen das anders: Nachdem Fosun-Aktien vergangenen Freitag nach dem Verschwinden des Chefs in Hongkong vom Handel ausgesetzt wurden, schlossen die Papiere am Montag knapp zehn Prozent im Minus.

Das chinesische Wirtschaftsmagazin „Caixin“ hatte am Freitag zuerst berichtet, dass Guo Guangchang nicht mehr von seinen Mitarbeitern erreicht werden könne. Nutzer von sozialen Netzwerken hätten beobachtet, wie er am Flughafen von Shanghai von Polizisten abgeführt worden sei. Das Magazin schrieb von möglichen Korruptionsermittlungen gegen den Investor. Guo Guangchang ist einer der reichsten Männer des Landes und besitzt laut Schätzungen ein Vermögen von rund 7,8 Milliarden Dollar.

Mit seiner Beteiligungsgesellschaft Fosun ging der 48-Jährige zuletzt auch verstärkt in Deutschland auf Einkaufstour. Fosun hält Anteile an dem Hamburger Modekonzern Tom Tailor. Außerdem kündigten die Chinesen im Sommer den Kauf der Privatbank Hauck & Aufhäuser an. Zuletzt lieferte sich Fosun mit der französischen Oddo Gruppe auch eine Übernahmeschlacht um die BHF-Bank in Frankfurt, bei der die Chinesen aber aller Voraussicht nach den Kürzeren ziehen werden.

Beobachter sahen in dem Verschwinden Guo Guangchangs einen weiteren Beleg dafür, das Peking die unter Präsident Xi Jinpings begonnene Anti-Korruptionskampagne auf Privatunternehmen und vor allem den Finanzsektor ausweitet. In den vergangenen Monaten waren bereits eine ganze Reihe von Finanz-Managern verschwunden, weil sie von der Polizei verhaftet oder wie nun wohl auch der Fosun-Chef als Zeugen verhört wurden.

dpa

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