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Wirtschaft im Rest der Welt Versicherer Talanx im Aufwind
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13:32 21.03.2016
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Hannover

Der Versicherungskonzern Talanx sieht sich nach dem eingeleiteten Abschied aus der klassischen Lebensversicherung wieder etwas im Aufwind.

Im abgelaufenen Jahr erzielte das Unternehmen mit Marken wie HDI und Targo Versicherung dank geringer Schäden durch Naturkatastrophen den zweithöchsten Gewinn seiner Geschichte. Die Erwartungen für 2016 schraubte Vorstandschef Herbert Haas bei der Bilanzvorlage am Montag in Hannover nach oben.

Im abgelaufenen Jahr schnitt das Unternehmen besser ab als erhofft - auch wegen des Rekordgewinns beim weltweit drittgrößten Rückversicherer Hannover Rück, an dem Talanx die Mehrheit der Anteile hält.

Aber auch im Erstversicherungsgeschäft, in dem das Unternehmen mit Branchengrößen wie Allianz und Axa konkurriert, lief es besser. Die Aktionäre können zudem sich über eine höhere Dividende freuen. Sie soll für 2015 von 1,25 auf 1,30 Euro je Aktie steigen.

Konzernweit stieg der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um rund 15 Prozent auf 2,18 Milliarden Euro. Der Überschuss ging zwar wegen des Umbaus im Deutschland-Geschäft um knapp fünf Prozent auf 734 Millionen Euro zurück. Allerdings hatte Haas sein Ziel wegen hoher Abschreibungen im Deutschland-Geschäft schon vergangenen Sommer auf 600 bis 650 Millionen Euro gesenkt.

Während es „nur vereinzelt zu größeren Naturkatastrophenereignissen kam“, wie Talanx es formulierte, schlug eine von Menschen ausgelöste Katastrophe wie auch bei anderen Versicherern besonders teuer zu Buche: Die Explosionen in der chinesischen Hafenstadt Tianjin kosteten Talanx 154 Millionen Euro - der höchste Schaden des Jahres.

Für das laufende Jahr zeigte sich Haas jetzt optimistischer als noch vor wenigen Monaten. Statt „mehr als 700 Millionen Euro“ peilt er unter dem Strich jetzt einen Gewinn von rund 750 Millionen Euro an. Das wäre etwas weniger als die 769 Millionen Euro aus dem Rekordjahr 2014. Belastend dürften sich die anhaltenden Niedrigzinsen auswirken, die gerade der Lebensversicherung in Deutschland zu schaffen machen.

dpa

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