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Wirtschaft im Rest der Welt Versorger und Großbanken unter den größten Kapitalvernichtern 2015
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09:18 24.03.2016
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Frankfurt/Main

Fünf Konzerne aus dem Spitzensegment Dax gehörten 2015 nach einer Auswertung der DSW-Anlegerschützer zu den größten Kapitalvernichtern an den Börsen.

In der am Mittwoch vorgestellten Negativliste von 50 deutschen Aktiengesellschaften mit besonders hohen Kursverlusten finden sich neben den Kreditinstituten Deutsche Bank und Commerzbank noch die Energieversorger RWE und Eon sowie der Rohstoffkonzern K+S aus Kassel. Für die Anleger seien auch Investitionen in große Gesellschaften mit vermeintlich erprobten Geschäftsmodellen nicht mehr zwingend sicher, erläuterte der Hauptgeschäftsführer der Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Marc Tüngler, in Frankfurt.

In der kombinierten und gewichteten Betrachtung über die Wertentwicklung nach einem, drei und fünf Jahren belegte die Vtion Wireless Technology AG den unrühmlichen ersten Platz. Laut DSW hatte der Hersteller von Mobilfunk-Datenkarten in der Jahresmitte einen massiven Umsatzeinbruch gemeldet und einen heftigen Kurssturz hinnehmen müssen. Die Papiere waren zum Jahresende nicht einmal mehr zehn Prozent ihres Kurses von Anfang 2011 wert. Ähnlich schlechte Kurse verzeichneten die Anteile der nächstplatzierten Unternehmen Singulus, Solarworld und Telegate.

Erstmalig berücksichtigten die Anlegerschützer in einer zweiten Auswertung auch die an die Eigentümer gezahlten Dividenden. „Damit wurde aus dem Kursindex des Schreckens ein Performanceindex des Schreckens“, erklärte Tüngler. Eine Dividendenzahlung sei keineswegs mehr ein Beweis für gute Geschäfte. „Die Dividende kann aus der Substanz kommen oder sie kann auf Sondereffekten beruhen.“

Große Auswirkungen hatten die Zahlungen der Unternehmen an ihre Eigentümer allerdings nicht: Die fünf nach der Kursentwicklung besonders negativ beurteilten Aktiengesellschaften führten auch die zweite Tabelle an. Mit ThyssenKrupp landete in dieser Auswertung zudem ein sechster Dax30-Konzern auf der Schmähliste. Die Essener haben in den vergangenen vier Geschäftsjahren zwei Mal keine und zwei Mal eine nur kleine Dividende von 11 beziehungsweise 15 Cent gezahlt.

dpa

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