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Wirtschaft im Rest der Welt Verspätete Frühjahrsstimmung bei deutschen Verbrauchern
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07:36 28.04.2016
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Nürnberg

Der Konsumoptimismus der Verbraucher hat das Konsumklima in Deutschland aufgehellt und auch die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen wachsen lassen. Sowohl die Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung stiegen auf ein Neun-Monats-Hoch, teilte das Marktforschungsinstitut GfK.

Viele Haushalte rechneten nach den jüngst angekündigten Rentenerhöhungen mit steigenden Einkommen. Beim Konsumklima ermittelte die GfK für Mai einen Wert von 9,7 Punkten nach 9,4 Zählern im April. Damit ist die Verbraucherstimmung in Deutschland so gut wie zuletzt im vergangenen Spätsommer. Auch die Konjunkturerwartung legte im April nach Verlusten im Vormonat wieder spürbar zu.

Die guten Rahmenbedingungen im Inland - etwa ein stabiler Arbeitsmarkt - und das bevorstehende kräftige Rentenplus seien für die Verbraucher Grund zum Optimismus, sagte GfK-Experte Rolf Bürkl. Bei der Einkommenserwartung sei es durchaus möglich, dass diese weiter steige. Schließlich komme die Rentenanpassung erst im Juli.

„Wir haben doch ganz ansehnliche Zuwachsraten, was die gesetzliche Rente betrifft - und das bei anhaltend niedrigem Preisniveau“, kommentierte Bürkl. Die anhaltend niedrigen Energiepreise und die überaus moderate Inflation in diesem Jahr dürften außerdem dafür sorgen, dass auch real mehr im Geldbeutel bleibe.

Einen neuen historischen Tiefstand habe im April die Sparneigung der Deutschen erreicht. „Das ist sicherlich auch eine Folge der EZB-Entscheidung, den Leitzins auf 0 Prozent abzusenken“, sagte Bürkl. Solange die Sparneigung keine Impulse bekomme - wovon im Moment auszugehen sei - wirke sich diese Entscheidung weiter belebend auf die Anschaffungsneigung aus.

Mit einem Blick in die Zukunft sagte der Experte, dass es durchaus möglich sei, dass sich die Stimmung weiter stabilisiere - wenn sie sich nicht sogar noch weiter verbessern könne. Das setze voraus, dass „externe Schocks“ weltweite Krisenherde betreffend - weiter ausblieben.

dpa

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