Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Rest der Welt Vertreter der internationalen Geldgeber reisen nach Athen
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Vertreter der internationalen Geldgeber reisen nach Athen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:15 09.03.2016
Anzeige
Athen

Vertreter der internationalen Gläubiger wollen in Athen erneut die Fortschritte der griechischen Reformbemühungen prüfen.

Die griechische Regierung kann erst mit weiteren Hilfsgeldern rechnen, wenn sich beide Seiten auf alle Maßnahmen verständigt haben, mit denen die Finanzen des fast bankrotten Landes stabilisiert werden sollen. Ansonsten droht Griechenland bis zum Sommer erneut die Zahlungsunfähigkeit.

Als erstes sei ein Termin der Gläubiger mit Finanzminister Euklid Tsakalotos und Wirtschaftsminister Giorgos Stathakis geplant, berichtet die Athener Tageszeitung „Kathimerini“. Zwar hatte Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem beim Treffen der EU-Finanzminister am Montag von Fortschritten bei den griechischen Reformbemühungen gesprochen, doch gibt es nach wie vor auch Unstimmigkeiten.

Die Athener Finanzzeitung „Naftemboriki“ schreibt von neun heiklen Punkten, darunter die geplante Reform des maroden Rentensystems, die Sondersteuer auf Immobilien und die Einkommenssteuer. Hier könnten die Repräsentanten der Europäischen Zentralbank (EZB), des Euro-Rettungsschirms ESM und des Internationalen Währungsfonds (IWF)auf härtere Maßnahmen pochen, fürchtet man in Athen.

Wann die Überprüfung der Reformen abgeschlossen ist, steht noch nicht fest. Doch auch dann können weitere Hilfsgelder aus dem 86 Milliarden Euro schweren Rettungspaket, das im vergangenen Jahr vereinbart worden war, erst ausgezahlt werden, wenn die Reformvorhaben vom griechischen Parlament verabschiedet wurden.

Gegen die geplanten Reformen gab es seit Jahresbeginn in Griechenland immer wieder zu landesweiten Protesten. Vor allem die Landwirte, aber auch viele andere Berufsgruppen gingen auf die Straße. Kommt es zu einer Einigung mit den Gläubigern und zur Abstimmung im griechischen Parlament, rechnen Beobachter mit neuen Demonstrationen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In einem spannenden Kräftevergleich zwischen Mensch und Maschine im asiatischen Brettspiel Go hat eine Google-Software überraschend den Spitzenspieler Lee Sedol besiegt.

09.03.2016

Neue Probleme beim Brandschutz am Hauptstadtflughafen BER gefährden nach Informationen des „Tagesspiegels“ die geplante Eröffnung Ende 2017.

09.03.2016

Schwache Handelsdaten aus China haben die Wall Street belastet. Besonders enttäuscht hatte, dass die Exporte im Februar um ein Viertel eingebrochen waren.

08.03.2016
Anzeige