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Wirtschaft im Rest der Welt Verzicht auf Glühbirnen kostet Philips Gewinn
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14:02 24.07.2017
Insgesamt erzielte Philips im zweiten Quartal einen Umsatz von 4,3 Milliarden Euro. Quelle: Robert Schlesinger
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Amsterdam

Staubsauger, Rasierer, aber keine Glühbirnen mehr: Der Elektronikkonzern Philips hat nach der Abspaltung seiner Leuchtensparte im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch einstecken müssen.

Zudem beschert die unklare Zukunft der Krankenversicherung in den USA dem Siemens-Konkurrenten Unsicherheiten. Konzernchef Frans van Houten gab sich aber optimistisch. Das vergleichbare Umsatzwachstum - ohne das Leuchtengeschäft - werde im restlichen Jahr auch dank des hohen Auftragsbestands anziehen, sagte er in Amsterdam. Im zweiten Quartal steigerte der Konzern sein operatives Ergebnis, unter dem Strich sackte der Gewinn nach der weitgehenden Abspaltung jedoch ab.

Insgesamt erzielte Philips im zweiten Quartal einen Umsatz von 4,3 Milliarden Euro. Das Umsatzplus lag im abgelaufenen zweiten Quartal bei 4 Prozent, für das gesamte erste Halbjahr stehen 3,2 Prozent zu Buche. Zudem stieg das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen. Die Anleger honorierten das am Vormittag, die Aktie legte um rund 3,6 Prozent zu. Unter dem Strich sackte der Gewinn inklusive der abzugebenden Lichtsparte um ein Drittel auf 289 Millionen Euro ab. Das lag unter anderem an höheren Umbaukosten.

Unsicherheiten kommen aus den USA: Dort seien die Kunden durch den Streit um die Zukunft der gesetzlichen Krankenversicherung besorgt, sagte van Houten dem Finanzsender Bloomberg TV in einem Interview. Die Niederländer konzentrieren sich etwa auf Medizintechnik, wo sie mit Siemens konkurrieren, und auf private Gesundheitspflege.

Damit und beim Geschäft mit Haushaltswaren verdiente der Konzern mehr. Philips verkauft etwa elektrische Zahnbürsten, Atemgeräte und Schlaftherapiemasken, aber auch Staubsauger und Küchen- sowie medizinische Geräte. Zuletzt hatte das Unternehmen auch einen Aktienrückkauf über rund 1,5 Milliarden Euro angekündigt, der im dritten Quartal starten soll.

dpa

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