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Volkswirte: Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter gut

Fachkräfte zunehmend Thema Volkswirte: Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter gut

Die Konjunktur läuft rund, der Sommer bremst den deutschen Jobmarkt nur leicht: Volkswirte sehen wenig Anzeichen für eine Verschlechterung. Fachkräfte und Flüchtlinge werden jedoch zunehmend zum Thema.

Vor der Bundesagentur für Arbeit: Der Arbeitsmarkt in Deutschland entwickelt sich nach Einschätzung von Experten weiter positiv.

Quelle: Julian Stratenschulte/illustration

Nürnberg. Der Arbeitsmarkt in Deutschland entwickelt sich nach Einschätzung von Experten weiter positiv. Die Unternehmen suchten weiter viele neue Mitarbeiter, die Konjunktur brumme, berichteten Volkswirte deutscher Großbanken in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur.

In den kommenden Monaten werde sich allenfalls eine Art Normalisierung einstellen - nach der großen Dynamik zum Anfang des Jahres. Vor allem die Zahl der arbeitslosen Flüchtlinge werde sich zum Jahresende stärker in der Statistik bemerkbar machen.

Für den August erwarten die Experten einen leichten Anstieg der Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat um 24 000. Damit wären zuletzt 2,542 Millionen Männer und Frauen ohne Job gewesen. Im Vergleich zum Vorjahr wäre dies ein Rückgang um 142 000. Die offiziellen Arbeitsmarkt-Zahlen will die Bundesagentur für Arbeit (BA) an diesem Donnerstag (31. August) bekanntgeben.

Ein Anstieg der Arbeitslosenzahl im August ist normal, denn viele Schulabgänger und Ausbildungsabsolventen melden sich im Sommer zunächst arbeitslos. Auch viele Unternehmen halten sich während der Betriebsferien mit Neueinstellungen zurück. In den vergangenen drei Jahren war die Zahl der Jobsucher im August im Schnitt um 23 000 gestiegen. Rechnen sie die jahreszeitlichen Effekte heraus, erwarten die Volkswirte eine leichte Verbesserung: Die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl ist nach ihren Berechnungen um etwa 6000 gesunken.

Der Grund: „Die konjunkturelle Entwicklung sieht in Deutschland weiter gut aus“, sagte Marc Schattenberg von der Deutschen Bank. DZ-Bank und Allianz haben ihre Konjunkturprognose für Deutschland zuletzt sogar noch erhöht. Allianz-Ökonom Rolf Schneider sagte: „Wir gehen jetzt statt von 1,7 von 2,0 Prozent Wirtschaftswachstum in Deutschland aus. Der Aufschwung ist breit angelegt; auch der Export hat sich wieder sehr deutlich belebt.“ Damit werde auch die Arbeitslosigkeit weiter zurückgehen.

Jörg Zeuner von der KfW Bankengruppe sagte: „Wenn die Deutschen eins nicht fürchten müssen, dann dass ihnen so bald die Arbeit ausgeht.“ Dank der wirtschaftlichen Erholung in Europa seien die Unternehmen in bester Sommerlaune und planten, die Beschäftigung weiter auszubauen. Im Juli waren 750 000 offene Stellen bei der BA gemeldet - der höchste Stand seit der Wiedervereinigung.

Michael Holstein von der DZ-Bank gab jedoch zu bedenken, dass es immer schwieriger für die Firmen werde, die Stellen mit Fachkräften zu besetzen. Aus diesem Grund sei die Zuwanderung von qualifizierten Arbeitskräften so wichtig. Schon in den vergangenen Monaten sei die Erwerbstätigkeit viel stärker gestiegen als die Arbeitslosigkeit gesunken - durch Zuwanderer aus anderen EU-Ländern.

Gegen Ende des Jahres werden sich die Flüchtlinge voraussichtlich stärker in der Statistik bemerkbar machen. „Nach und nach scheiden viele Flüchtlinge aus den Integrationskursen aus und melden sich arbeitslos“, sagte Schattenberg. „Und viele werden nicht leicht in Jobs zu vermitteln sein“, sagte Holstein. Bislang sei der deutsche Arbeitsmarkt jedoch so robust, dass die Auswirkungen begrenzt seien, sagte Rolf Schneider. „Der Arbeitsmarkt war selten so gut in der Lage, das aufzunehmen, wie jetzt“, sagte auch Stefan Kipar von der BayernLB. Sein Haus gehe daher auch eher von einer Normalisierung der Entwicklung am Arbeitsmarkt aus als von einer Eintrübung.

dpa

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