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Wirtschaft im Rest der Welt Vorsichtiger Optimismus vor US-Zinsentscheid
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07:57 07.01.2016
Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX). Quelle: Fredrik von Erichsen
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Frankfurt

Kurz vor der weitreichenden Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed hat sich vorsichtige Zuversicht am deutschen Aktienmarkt breitgemacht.

Nach einem verhaltenen Frühhandel und zwischenzeitlich deutlicheren Gewinnen schloss der Dax um 0,18 Prozent fester bei 10 469,26 Punkten. Damit knüpfte der Leitindex an seine Erholung vom Dienstag an.

Ähnliches galt für die anderen Indizes. Der MDax der mittelgroßen Werte rückte um 0,88 Prozent auf 20 664,23 Punkte vor, der Technologiewerte-Index TecDax stieg um 0,19 Prozent auf 1792,53 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,16 Prozent auf 3246,78 Punkte hoch. Die nationalen Indizes in Paris und London behaupteten sich ebenfalls in positivem Terrain. Der New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial präsentierte sich zum europäischen Handelsende fast unbewegt.

Die weithin erwartete erste Anhebung der Leitzinsen durch die Fed seit der Finanz- und Wirtschaftskrise sei „auch angesichts der US-Wirtschaftsdaten überfällig“, schrieb Stefan Kooths, Leiter des Prognosezentrums beim Institut der Weltwirtschaft (IfW). Laut Marktexperte Gregor Kuhn vom Broker IG hoffen die Anleger auf eine „Zinswende light“. Die Bekanntgabe der Leitzins-Entscheidung steht um 20.00 Uhr deutscher Zeit an, die Pressekonferenz mit Fed-Präsidentin Janet Yellen beginnt um 20.30 Uhr.

Neue Konjunkturdaten aus dem Euroraum wie etwa zum Preisauftrieb und die am Vormittag veröffentlichten Einkaufsmanagerindizes spielten am deutschen Aktienmarkt dagegen nur eine untergeordnete Rolle. Auch die jüngsten US-Daten hatten keinen erkennbaren Einfluss auf die Kurse.

Die Märkte rechneten fest mit einer moderaten Zinsanhebung. Von Interesse ist nun insbesondere, welche Hinweise Yellen auf das Tempo möglicher weiterer Zinsschritte geben werde. „Man sollte die erste Zinsanhebung seit fast zehn Jahren als Signal interpretieren, dass sich die Stimmung verbessert hat“, schrieb Jochen Stanzl von CMC Markets.

Nachdem die US-Währungshüter die Zinswende im September verschoben hatten, blieb aber auch jetzt ein Rest Unsicherheit. Denn in den vergangenen Wochen waren US-Konjunkturdaten, die sie bei ihren Entscheidungen mit im Blick halten, unter dem Strich durchwachsen ausgefallen.

Am deutschen Aktienmarkt besetzten am Mittwoch die Energiekonzerne die vordersten Plätze im Dax. Die Papiere von RWE und Eon gewannen 3,42 beziehungsweise 1,38 Prozent. Unter Verlusten litten dagegen die Konsumgüter-Hersteller. Die Henkel-Titel gaben 0,05 Prozent ab. Am Vorabend war bekanntgeworden, dass die Düsseldorfer das US-Unternehmen Magna-Tech Manufacturing of Indiana übernehmen wollen. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Die Aktien von Henkel-Konkurrent Beiersdorf verloren 0,83 Prozent. Dax-Schlusslicht waren die Aktien des Halbleiterkonzerns Infineon mit minus 3,00 Prozent.

Am deutschen Rentenmarkt sank die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 0,45 (Vortag: 0,46) Prozent. Der Rentenindex Rex verharrte bei 139,56 Punkten. Der Bund-Future verlor 0,22 Prozent auf 157,35 Punkte. Der Euro notierte bei 1,0940 US-Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,0933 (Dienstag: 1,0990) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9147 (0,9099) Euro.


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dpa

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