Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Rest der Welt Waffenschmiede Heckler & Koch ändert ihre Geschäftsstrategie
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Waffenschmiede Heckler & Koch ändert ihre Geschäftsstrategie
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:53 28.11.2016
Staaten wie Saudi-Arabien, Mexiko, Brasilien, Indien oder die Türkei sollen nicht mehr beliefert werden. Quelle: Wolf von Dewitz
Anzeige
Oberndorf/Neckar

Der Waffenhersteller Heckler & Koch will künftig kein Neugeschäft mehr mit Staaten außerhalb der Nato-Einflussphäre machen. Man wolle nur noch „grüne“ Länder beliefern, die demokratisch, nicht korrupt sowie Nato-Mitglieder oder deren Partner seien, erfuhr die dpa aus Firmenkreisen.

Damit fielen etwa Staaten wie Saudi-Arabien, Mexiko, Brasilien, Indien oder die Türkei künftig weg. Begründet wird dieser Strategiewechsel unter anderem damit, dass Exportgenehmigungen in solche Staaten nur schwierig oder gar nicht mehr zu bekommen seien.

In gut einem Dutzend Fällen wartet Heckler & Koch derzeit auf die Genehmigung deutscher Behörden zur Ausfuhr von Waffen. So braucht Saudi-Arabien Bauteile, um eine längst fertiggestellte Gewehrfabrik nutzen zu können. Sollte die Ausfuhr nicht erlaubt werden, gingen hohe finanzielle Sicherheiten verloren, die man in Saudi-Arabien hinterlegt habe, verlautete bei Heckler & Koch. Die Strategie betrifft nur Neuaufträge, alte Aufträge sollen noch erfüllt werden.

Die 2015 stark angeschlagene Firma hat inzwischen bessere Zahlen vorzuweisen. In den ersten neun Monaten 2016 stieg der Umsatz um 19 Prozent auf 144,8 Millionen Euro bei einem Gewinn von 3,8 Millionen Euro. Vor einem Jahr wurde noch ein Verlust von 10,3 Millionen Euro gemacht, wie aus einer Mitteilung der Firma hervorgeht. In der Kasse waren 30 Millionen Euro, nach 12,9 Millionen Euro vor einem Jahr.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Von den massiven Störungen bei Anschlüssen der Deutschen Telekom sind nach Angaben des Unternehmens bundesweit rund 900 000 Router betroffen.

28.11.2016

Kosten in Höhe von 282,7 Milliarden Euro verursacht die gesetzliche Rente aktuell – und die Ausgaben werden in den kommenden Jahren massiv ansteigen. Sie sollen sich bis 2045 verdreifachen.

28.11.2016

Die Ursache für die Störung im Netz der Deutschen Telekom ist weiter unklar. Ausmaß und Umfang des Problems seien unbekannt, sagte ein Telekom-Sprecher.

28.11.2016
Anzeige