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Wirtschaft im Rest der Welt Waymo verbündet sich mit Chrysler
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13:02 30.01.2018
Bisher lieferte der Autobauer 600 Fahrzeuge des Modells Chrysler Pacifica an die Tochter des Google-Dachkonzerns Alphabet. Quelle: dpa
Auburn Hills

Die Alphabet-Tochter Waymo will ihre Flotte selbstfahrender Autos mit „Tausenden“ Minivans von Chrysler ausbauen. Die Wagen sollen im weltweit ersten Roboterauto-Fahrdienst eingesetzt werden, wie Fiat Chrysler in der Nacht zum Dienstag mitteilte. Die genaue Zahl der Fahrzeuge und ein Zeitraum wurden nicht genannt. Waymo will den Service im Frühjahr für Einwohner der Stadt Phoenix in Arizona an den Start bringen. Bisher lieferte der Autobauer 600 Fahrzeuge des Modells Chrysler Pacifica an die Tochter des Google-Dachkonzerns Alphabet.

Fiat Chrysler und Waymo bauen die Wagen gemeinsam an einem Standort in der Nähe von Detroit um. Für Waymo bedeutet der Ausbau eine erhebliche Investition: Die Umrüstung eines fabrikneuen Autos zu einem Roboterwagen kann nach Informationen aus der Branche locker eine halbe Million Dollar verschlingen. Waymo und Chrysler machten nie Angaben zu den Kosten.

Zwischen Autobauern und IT-Konzernen ist ein Wettkampf entbrannt

Waymo gilt als besonders weit bei der Roboter-Technologie. Seit der Mutterkonzern Alphabet vor drei Jahren sein autonom fahrendes Ei präsentiert hat, fantasieren Mobilitätsdienstleister wie Uber oder Lyft von solchen Roboter-Taxen und autonomen Mini-Bussen, die den Verkehrskollaps in den Städten verhindern oder zumindest möglichst lange hinauszögern wollen.

Durch die Ambitionen der IT-Giganten ist die Autoindustrie unter Druck geraten. Die Konzerne befürchten, in Abhängigkeit der Datensammler zu geraten. Sie melden mittlerweile eigene Ambitionen an und holen laut Marktbeobachtern im Wettrüsten mit dem Silicon Valley wieder auf. General Motors (GM) hatte 2016 das Roboterwagen-Start-up Cruise Automation gekauft und beantragte Ende Januar beim US-Verkehrsministerium eine Zulassung, um 2019 fahrerlose Autos ohne Lenkrad und Gaspedal auf die Straße bringen zu können.

Sowohl GM als auch das Joint Venture von Waymo und Chrysler sind damit die ersten, die einen Zeitplan für die Kommerzialisierung ihrer Technologie vorlegen.

Von dpa/RND

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