Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Rest der Welt Wegen Rodungsstopp: „Sicherlich werden die Strompreise steigen“
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Wegen Rodungsstopp: „Sicherlich werden die Strompreise steigen“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:58 12.10.2018
Aktivisten am 6. Oktober im Hambacher Wald Quelle: David Speier/NurPhoto/ZUMA Press
Hannover

Der RWE-Chef erwartet, dass der Rodungsstopp im Hambacher Wald empfindliche Folgen für die Stromkunden haben wird. „Immerhin deckt Hambach zu 15 Prozent den Strombedarf von NRW. Sicherlich werden die Strompreise steigen“, sagte Rolf Martin Schmitz im Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (F.A.Z.).

Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte vergangene Woche entschieden, dass RWE das Waldgebiet vorerst nicht abholzen darf, um dort Braunkohle abzubauen. Aus Sicht von Schmitz hat das auch Konsequenzen für das Ansehen Deutschlands im Ausland. Deutschland sei derzeit „ein mehr als schwieriger Investitionsstandort“. Investoren zeigten sich irritiert von der deutschen Energiepolitik und den Gerichten. „Sie verstehen nicht, dass so ein Beschluss ergehen kann.“

Kritik an VW-Chef Herbert Diess

Der RWE-Chef nimmt auch einen Imageschaden für sein Unternehmen wahr, obwohl er es weiterhin im Recht sieht. Außerdem sieht er weiterhin Bedarf für Braunkohle, selbst wenn sie nicht mehr zur Stromerzeugung genutzt würde: „Es kann uns noch eine Menge einfallen, wofür Braunkohle gut ist“, sagte er der F.A.Z.

RWE-Chef Rolf Martin Schmitz Quelle: Bernd Thissen/dpa

Deutliche Kritik übt Schmitz an der Herbert Diess, dem Chef von Volkswagen. Der hatte Verständnis für die Proteste im Hambacher Wald gezeigt und sich gegen den Abbau von Braunkohle ausgesprochen, um die Klimaziele zu erreichen. Das will Schmitz nicht so stehen lassen. Er habe Diess einen Brief geschrieben, um auf die Gewalt hinzuweisen, die die Aktivisten im Hambacher Wald angewandt hätten. „Ich habe ihn auch daran erinnert, dass in den vergangenen zwei Jahren 35 Mitarbeiter und jetzt aktuell eine Reihe von Polizisten von sogenannten Aktivisten verletzt wurden.“

Von pach/RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein Feuer in einem ICE auf der Bahn-Schnellstrecke Frankfurt-Köln hat einen großen Rettungseinsatz ausgelöst und zur Sperrung einer der wichtigsten Schlagadern im deutschen Bahnverkehr geführt.

12.10.2018

Katastrophenbilder eines Fernzugs: Als in einem ICE mit 510 Reisenden im Westerwald ein Feuer ausbricht, handelt ein zufällig mitreisender Bundespolizist sofort - und verhindert Schlimmeres.

12.10.2018

Der Ton im Tarifstreit beim Billigflieger Ryanair wird rauer. Als „Kriegserklärung“ werten Gewerkschaften die jüngste Ankündigung der Fluggesellschaft, ihre Basis ...

12.10.2018