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Wirtschaft im Rest der Welt Wieder deutlich mehr „Skimming“-Angriffe auf Geldautomaten
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Wieder deutlich mehr „Skimming“-Angriffe auf Geldautomaten
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09:33 08.07.2017
Ein Mitarbeiter einer Sparkasse demonstriert an einem Geldautomaten die „Skimming“- Technik. Quelle: Thomas Frey/illustration
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Frankfurt/Main

Datendiebe haben an Geldautomaten in Deutschland im laufenden Jahr wieder deutlich häufiger zugeschlagen. Dennoch stieg der Schaden durch solche „Skimming“-Angriffe nur leicht, wie Euro Kartensysteme auf Anfrage mitteilte. Die Frankfurter Einrichtung kümmert sich im Auftrag der deutschen Kreditwirtschaft um das Sicherheitsmanagement für Zahlungskarten.

240 Automaten bundesweit manipulierten Kriminelle demnach im ersten Halbjahr 2017, um Kartendaten und Geheimnummer (PIN) von Bankkunden auszuspähen. Das waren zweieinhalb Mal so viele Fälle wie in den ersten sechs Monaten des Vorjahres (94) und 80 mehr als im gesamten vergangenen Jahr. In Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern wurden keine Fälle gemeldet.

Weil in Deutschland geklaute Kartendaten jedoch in immer weniger Ländern weltweit genutzt werden können, nahm der Bruttoschaden durch den Einsatz von Kartendubletten nicht in gleichem Maße zu. Er summierte sich von Januar bis einschließlich Juni auf 938 000 Euro. Im ersten Halbjahr 2016 waren es 844 000 Euro, im Gesamtjahr 2016 standen 1,9 Millionen Euro zu Buche.

Weltweit hat sich bis auf wenige Ausnahmen die EMV-Technik für Chipkarten durchgesetzt. Dabei sind die Plastikkarten mit einer Art Mini-Computer ausgestattet: Der Datensatz wird verschlüsselt, die Karte bei Gebrauch auf Echtheit geprüft - und zwar bei jedem Einsatz sowohl am Geldautomaten als auch an der Ladenkasse. Kriminelle müssen weit reisen oder gut vernetzt sein, um in Deutschland gestohlene Bankdaten zum Bezahlen oder Einkaufen zu missbrauchen.

Wer als Verbraucher Opfer von „Skimming“ geworden ist, muss meist keinen finanziellen Nachteil fürchten. Banken und Sparkassen ersetzen in der Regel daraus resultierende Schäden - vorausgesetzt, Verbraucher sind sorgfältig mit Bankkarte und PIN umgegangen.

Das ist "Skimming"

Der englische Begriff „Skimming“ bedeutet „abschöpfen“ oder „absahnen“. Er steht für eine Methode, bei der illegal Daten von Bankkarten ausgespäht werden. Dazu manipulieren Kriminelle den Schlitz am Geldautomaten - oder sie versuchen, über gefälschte Türöffner an die Daten zu gelangen. Mitunter wird die Eingabe der Geheimnummer (PIN) auch mit Mini-Kameras gefilmt oder über einen gefälschten Tastaturaufsatz gespeichert. Mit den geklauten Daten erstellen die Täter eine Kartendublette und versuchen dann, damit Geld abzuheben oder einzukaufen.

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