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Wirtschaft im Rest der Welt Winterkorns wichtigste Aussagen zum Abgasskandal
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Winterkorns wichtigste Aussagen zum Abgasskandal
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16:32 19.01.2017
EX-VW-Chef Martin Winterkorn vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestages zur Abgasaffäre. Quelle: dpa
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Berlin/Wolfsburg

Großer Medienauflauf am Donnerstagvormittag in Berlin. EX-VW-Chef Martin Winterkorn war vor den Untersuchungsausschuss des Bundestages geladen worden. Der Manager sollte während der Befragung Stellung zum 2015 aufgedeckten Abgasskandal des Wolfsburger Konzerns Stellung nehmen. Die wichtigsten Aussagen des 69-Jährigen im Überblick:

Zur Verantwortung gegenüber Kunden und Politik:
„Lassen Sie mich (...) meine tiefe Bestürzung darüber zum Ausdruck bringen, dass wir Millionen unserer Kunden enttäuscht haben. Das belastet mich, der ich mein ganzes Berufsleben dem Streben nach allerhöchster Produktqualität gewidmet habe, ganz besonders. Ich bitte dafür erneut in aller Form um Entschuldigung.“

Zu seiner eigenen Verantwortung:
„Als Vorstandsvorsitzender habe ich die politische Verantwortung übernommen und bin zurückgetreten. Glauben Sie mir, dieser Schritt war der schwerste meines Lebens.“

Zum Vertrauensverlust in VW:
„Dass ein Einsatz verbotener Software ausgerechnet in unseren Motoren passiert, muss in Ihren Ohren wie Hohn klingen. Das geht mir genauso.“

Zur internen Kommunikation hinsichtlich der Manipulationssoftware:
„Es ist nicht zu verstehen, warum ich nicht frühzeitig und eindeutig über die Messprobleme aufgeklärt worden bin. Natürlich frage ich mich, ob ich einzelne Signale überhört oder falsch gedeutet habe.“

An den Ausschussvorsitzenden Herbert Behrens (Linke) gerichtet:
„Sie stellen nun zurecht viele Fragen. Wie konnte so etwas passieren? Und, die Kardinalfrage: Wer ist dafür verantwortlich?“

Auf Behrens’ Frage, wann Winterkorn erstmals vom Einsatz einer Täuschungssoftware („ defeat device “) erfahren habe:
„Sicher nicht vor September 2015. (...) Ich bin ja kein Software-Ingenieur.“

Zu seinem eigenen Vermächtnis:
„Ich muss akzeptieren, dass mein Name verbunden ist mit der sogenannten Diesel-Affäre. Vieles, was ich mit Kollegen und Mitarbeitern geleistet habe und auf das ich durchaus stolz bin, verblasst daneben. Damit umzugehen, muss ich und muss auch meine Familie noch lernen.“

Von RND/dpa/bfi

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