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Wissen Aschermittwoch: Woher der Name kommt und was der Tag bedeutet
Nachrichten Wissen Aschermittwoch: Woher der Name kommt und was der Tag bedeutet
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18:09 13.02.2019
Ein Pfarrer malt am Gottesdienst zum Aschermittwoch das Aschekreuz auf die Stirn einer Teilnehmerin. Der Aschermittwoch markiert das Ende des Karnevals und den Beginn der Fastenzeit vor Ostern. Quelle: Rolf Zoellner/epd
Hannover

Aschermittwoch fällt in diesem Jahr auf den 6. März. Im Christentum markiert der Tag den Beginn der vierzigtägigen Fastenzeit vor Ostern – Sonntage nicht mitgezählt. In vielen Regionen Deutschlands handelt es sich zudem um den letzten Tag der Karnevals-, Faschings- oder Fastnachtswoche. Alles, was es mit dem kirchlichen Festtag auf sich hat, erfahren Sie hier.

Was wird an Aschermittwoch gefeiert?

An Aschermittwoch wird an die Vergänglichkeit des Menschen erinnert. Als besonderes Zeichen der Bußbereitschaft und des Verzichts dient die Fastenzeit. Als Vorbild hierfür gilt die Geschichte Jesu. Er verbrachte 40 Tage und Nächte in der Wüste und widerstand den Versuchungen des Teufels durch Fasten und Beten.

Der Verzicht auf Fleisch und andere Dinge in der Fastenzeit sollen Gläubigen dabei helfen, sich auf das geistliche Leben zu besinnen und Gott näher zu kommen. Mit dem Gründonnerstag endet die sogenannte liturgische Fastenzeit, allerdings ist der Begriff irreführend. Das eigentliche Fastenbrechen beginnt nämlich erst in der Osternachtfeier von Karsamstag auf Ostersonntag.

Was hat Aschermittwoch mit Karneval und Fastnacht zu tun?

„Am Aschermittwoch ist alles vorbei“ – mit dieser wehmütigen Zeile besang Jupp Schmitz den Schluss des Karnevals schon im Jahre 1949. Pünktlich um Mitternacht zwischen Fastnachtsdienstag (oder auch Veilchendienstag) und Aschermittwoch endet nämlich die sogenannte fünfte Jahreszeit offiziell. Bis zur nächsten Session sagen Narren und Jecken dem sündigen Karnevalstreiben Lebewohl.

Nach den bunten Festumzügen und der ausgelassenen Stimmung der Karnevals- beziehungsweise Fastnachtswoche, die mit der Weiberfastnacht startet, kehrt der Alltag in die Karnevalshochburgen zurück. Um den Abschied von der närrischen Zeit ehrwürdig zu feiern, werden vielerorts Strohpuppen verbrannt und ein symbolisches Fischessen abgehalten.

Warum findet Aschermittwoch nicht an einem festen Datum statt?

Der Aschermittwoch gehört zu den Festen des Kirchenjahres und wird nach der sogenannten Osterformel berechnet. Das bedeutet, dass sich das Datum nach dem beweglichen Osterfest richtet. Da Ostersonntag in diesem Jahr auf den 21. April fällt, findet Aschermittwoch somit am 6. März, also 46 Tage vorher, statt. Die christliche Fastenzeit von 40 Tagen ergibt sich daraus, dass die Sonntage bis Ostern in der Formel nicht mitgerechnet werden.

In den nächsten fünf Jahren findet Aschermittwoch an diesen Daten statt:

• 26. Februar 2020

• 17. Februar 2021

• 2. März 2022

• 22. Februar 2023

• 14. Februar 2024

Aschermittwoch: Was bedeutet der Name?

Die Bezeichnung Aschermittwoch geht auf den Brauch zurück, Gläubigen ein Kreuz aus Asche auf die Stirn zu zeichnen. Als Zeichen der Buße findet sich das Verstreuen von Asche bereits im Alten Testament. Ursprünglich wurde Männern das Aschekreuz auf das Haupt, bei Frauen auf die Stirn gelegt. Die Tradition, die Asche der verbrannten Palmzweige des Vorjahres-Palmsonntag zu nehmen, stammt aus dem zwölften Jahrhundert.

Ende des elften Jahrhunderts führte Papst Urban II. den Brauch des Aschekreuzes für die ganze Kirche ein, um so auf die beginnende Buß- und Fastenzeit hinzuweisen. In der römisch-katholischen Kirche findet die Spendung des Aschekreuzes am Aschermittwoch in der Heiligen Messe statt. Doch auch in der evangelischen Kirche haben sich Gottesdienste an Aschermittwoch erhalten.

Übrigens gehen Redensarten wie „Asche auf mein Haupt“ oder „In Sack und Asche gehen“ direkt auf die Symbolik des Aschermittwochs zurück.

Ist Aschermittwoch ein Feiertag?

Beim Aschermittwoch handelt es sich nicht um einen gesetzlichen Feiertag, wohl aber um einen christlichen Feiertag. Das bedeutet, dass gläubige Christen zumindest für die Dauer des Gottesdienstes von der Arbeit oder Schule befreit werden dürfen.

Von RND/pf

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