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Wissen Der Traum vom eigenen Raum
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18:00 09.02.2018
Heike Manssen ist Mutter einer Tochter und eines Sohnes und schreibt an dieser Stelle regelmäßig über die kleinen und großen Herausforderungen des Familienalltagskolumne. Quelle: gpt
Hannover

Tür zu, Ruhe kehre ein. Meine Kinder haben eigene kleine Zimmer. Mittlerweile schätzen sie es durchaus, wenn man anklopft – wenn nicht, auch gut. Noch haben sie wenig zu verbergen. Zumindest lassen sie mich in dem Glauben. Wer das Zimmer meiner Tochter betritt, muss ohnehin lange suchen, bis man sie findet. Unter ihrem Hochbett scheint hinter all den dicken Decken unendlich viel Rückzugsraum zu sein.

Ich habe mir früher mit meiner Schwester lange ein Zimmer geteilt. Das war lustig, manchmal nervig, hat aber bei uns beiden keine größeren psychischen Schäden hinterlassen – auch wenn manche meinen, Kinder, die sich ein Zimmer teilen müssen, seien arm dran. Alles Quatsch, wozu gibt es abschließbare Badezimmer?

Ein eigener Raum für Mama

Neulich stand ich im fensterlosen Keller, um die Waschmaschine auszuräumen. Das tue ich mehrmals in der Woche. Manchmal nehme ich mir noch einen Milchkaffee mit nach unten, der versüßt die monotone Arbeit. Während ich also mal wieder versuchte, die Socken aller Familienmitglieder auseinanderzusortieren, kam mein Sohn vorbei. Nicht, um mir zu helfen. Er war auf dem Weg zur Playstation, mit der er geschickt einen weiteren Kellerraum für sich in Beschlag genommen hat.

Auf dem Weg ins Chill-Paradies konnte er sich nicht verkneifen, einen Kurzkommentar abzugeben. Wie schön, Mama, sagte er beiläufig, dass auch du einen Raum für dich gefunden hast. Ging und verzog sich in die Spielhölle. Na danke! Er soll sich nur nicht wundern, wenn er demnächst die bunten Socken seiner Schwester in seinem Schrank findet.

Von Heike Manssen/RND

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