Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wissen Forscher entdecken Maya-Metropole in Guatemalas Dschungel
Nachrichten Wissen Forscher entdecken Maya-Metropole in Guatemalas Dschungel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:32 03.02.2018
Das vom PACUNAM zur Verfügung gestellte 3D-Bild zeigt eine Darstellung der Ausgrabungsstätte einer Maya-Stadt. Quelle: PACUNAM
Guatemala-Stadt

Aufsehenerregende Entdeckung im Dschungel: Mit Hilfe eines Laser-Systems haben Forscher die Überreste riesiger Maya-Stätten im Norden Guatemalas entdeckt.

Seit vielen Jahrhunderten waren die Ruinen unter dem dichten Pflanzenbewuchs versteckt. Das internationale Forscherteam untersuchte die Region mit einem sogenannte „Lidar“-Lasersystem, um Bauwerke unter der Pflanzendecke zu orten.

„Lidar“ verwendet Laser ähnlich wie ein Radarsystem. Die Laserstrahlen können durch kleinste Zwischenräume in der Vegetation dringen. So entdeckten die Forscher die Überreste von mehr als 60 000 bislang unbekannten Häusern, Palästen, Straßen und anderen Bauwerken, wie das US-Magazin „National Geographic“ berichtete. Mit „Lidar“ könne man auch kleine Strukturen entdecken, sagte der auf digitale Forschungsmethoden spezialisierte Archäologe Thomas Garrison vom Ithaca College im US-Bundesstaat New York. „In einer Umgebung, wo man nicht einmal ein paar Meter weit sieht, ist es sehr schwierig, alles zusammenzusetzen“, sagte er.

Die Entdeckung habe die Forschungsdisziplin auf den Kopf gestellt, sagte Garrison in einer Mitteilung seiner Universität. Die Zivilisation der Maya begann sich vor etwa 3000 Jahren in Zentralamerika zu entwickeln und erreichte ihren Höhepunkt in der Zeit von 250 - 900 n. Chr.

Die „Lidar“-Untersuchung zeige, dass die Stätten weitaus dichter besiedelt, komplexer und vernetzter gewesen waren, als gedacht. Es wurden mehrere Gebiete von insgesamt 2100 Quadratkilometern untersucht, auf dem sich mehrere wichtige Maya-Stätten wie Tikal befinden. Ins Leben gerufen wurde das Projekt von der Pacunam-Stiftung, einer gemeinnützigen Organisation in Guatemala, die sich für die Erhaltung des kulturellen Erbes einsetzt.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Logbuch der Internationalen Raumstation: Außeneinsatz Nr. 207. Zwei Russen arbeiten im offenen Weltraum. Sie sorgen dafür, dass die Verbindung zur Erde stabiler funktioniert.

03.02.2018
Wissen Tatort Schulhof - Kein Opfer werden

Schutz vor Mobbing in der Schule: Eltern und Erzieher können von klein auf viel tun, um das Selbstbewusstsein eines Kindes zu stärken. Neben Zuhören und Entscheidungen akzeptieren, können auch Anti-Mobbing-Kurse Kindern helfen.

03.02.2018

Zwei russische Kosmonauten haben mehr als acht Stunden lang Außenarbeiten an der Internationalen Raumstation ISS absolviert.

03.02.2018