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Wissen Kinderbücher: Tipps zu Weihnachten
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13:41 28.11.2018
Das Angebot von Kinderbüchern ist immens. Doch, welche Bücher gehören unter den Tannenbaum? Quelle: Montage RND: Carl Hanser Verlag/Klett/Moritzverlag/Boje/Nord-Süd/Leipziger/Oetinger
Hannover

Der Hochbetrieb in den Buchhandlungen hat begonnen: Wenn Eltern und Großeltern, Tanten und Freunde ein Weihnachtsgeschenk für Kinder suchen, entscheiden sie sich – trotz Digitalisierung – oft für ein Buch. Nur ist mancher Schenker von dem immensen Angebot an Titeln, die in (Internet-)Buchhandlungen präsentiert werden, eher überfordert als beglückt. Nahezu 9000 Kinder- und Jugendbücher erscheinen jedes Jahr in Deutschland – wie findet man da nur das passende?

Das Angebot von Kinderbüchern ist immens. Kinderbuch-Autoren und Illustratoren haben Empfehlungen und geben Tipps, welche Bücher unter den Tannenbaum gehören.

Kinderbuch-Geschenk: Wofür interessiert sich das Kind?

Wichtig sei vor allem, sagt Christine Kranz von der Mainzer Stiftung Lesen, dass man sich an den „Interessen und Neigungen der Kinder und Jugendlichen orientiert“. Wer ein Buch verschenken möchte, sollte überlegen, „womit sich das Kind in seiner Freizeit beschäftigt. Vielleicht ist ein tolles Sachbuch – zum Beispiel über Tiere, Naturphänomene, Technik oder Medienthemen – da viel passender als ein aktueller Kinderbuchbestseller“, sagt Kranz. Man sollte sich etwa fragen: „Mag das Kind fantastische Geschichten? Liest es bestimmte Reihen besonders gern? Kommen Krimis oder Detektivgeschichten infrage?“ Da müsse einem das Kind selbst schon auf die Sprünge helfen.

Sinkendes Leseinteresse: Kinder nicht zwingen

Das heißt: Erwachsene sollten sich nicht zu sehr von der Sorge leiten lassen, dass das Kind zu wenig oder zu „schlechte“ Bücher liest – und dann womöglich den dicken Klassiker unter den Weihnachtsbaum legen. Überhaupt rät Christine Kranz dazu, dass Eltern möglichst gelassen bleiben sollten, wenn Mädchen und Jungen irgendwann nicht mehr so viel Begeisterung fürs Lesen aufbringen. „Wenn zum Beispiel den Kindern früher regelmäßig vorgelesen wurde und sie Spaß daran hatten, finden sie oft später selber wieder Freude daran“, meint die Expertin. Auf keinen Fall sollten Eltern übermäßig Druck ausüben. „Kinder zum Lesen zwingen zu wollen, funktioniert garantiert nicht – und wird den Widerstand eher verstärken“, sagt Christine Kranz. Aber wenn Kinder bereit seien, mal in die Buchhandlung mitzukommen, fänden sie vielleicht selbst etwas, das sie interessiert. Es könne ja auch ein Comic sein, „ein Zeitschriften-Abo, ein Buch über Rekorde oder über die bevorzugten Computerspiele, ein Bastel- oder Kreativbuch oder ein spannender Hörkrimi“, empfiehlt Christine Kranz.

Weihnachtsbuchempfehlungen von der Stiftung Lesen

Gerade Hörbücher sind bei Kindern beliebt: Annähernd 44 Prozent aller Hörbuchtitel sind solche für Kinder und Jugendliche. Im gesamten Buchmarkt liegt der Umsatzanteil von Kinder- und Jugendliteratur bei derzeit 16,3 Prozent, heißt es beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Die Zahlen sind seit Jahren nahezu konstant. Und, natürlich: Jede gute Buchhandlung berät bei der Auswahl eines passenden Titels. Die Stiftung Lesen stellt außerdem am 3. Dezember eine Liste mit Weihnachtsbuchempfehlungen auf ihre Seite www.stiftunglesen.de, die man kostenfrei herunterladen kann.

Von Martina Sulner/RND

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