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Mit Neidern richtig umgehen

Auf der Couch Mit Neidern richtig umgehen

Nach der erfolgreich gehaltenen Präsentation winkt der Vertragsabschluss mit dem neuen Wunschkunden. Ein Grund zum Feiern, wäre da nicht die Missgunst der Kollegen. „Nehmen Sie Neid nicht persönlich, sondern als Kompliment und Bestätigung für Ihren Erfolg“, rät Nadine Nentwig. Wie das funktionieren kann, verrät sie hier.

Nadine Nentwig arbeitet als Texterin, Bloggerin und Redakteurin. Ihre Erfahrungen hat sie in dem Ratgeber „Kluge Frauen scheitern anders“, Eden Books, verarbeitet.

Quelle: privat

Hannover. Neider sind ein Nebenprodukt einer erfolgreichen Selbstständigkeit. Etwas, das man sich in der Regel hart erarbeitet hat. Denn gerade zu Beginn einer Selbstständigkeit dürften wohl die wenigsten auf die vielen Entbehrungen neidisch sein, die eine Gründung mit sich bringt. Ist die Durststrecke überwunden, werden die anfänglichen Skeptiker jedoch ganz schnell zu Neidern und es stellt sich die Frage, wie man am besten mit ihnen umgeht.

Wie Neid entsteht

Um besser mit Neidern umgehen zu können, hilft es, sich klarzumachen, wie Neid überhaupt entsteht. Oft ist es Ausdruck eines geringen Selbstwertgefühls. Wir vergleichen uns mit anderen und die Bilanz fällt negativ aus. Wir fühlen uns dem anderen gegenüber in irgendeinem Punkt benachteiligt, weil wir nicht in der Lage sind, unsere eigenen Erfolge zu sehen und anzuerkennen. Dann neigen wir dazu, andere Menschen und ihre Erfolge zu idealisieren. Dass diese Erfolge womöglich viele Entbehrungen gefordert haben beziehungsweise immer noch fordern, blenden wir aus.

Neid hat also wenig mit sachlichem Denken zu tun, sondern ist vielmehr ein irrationales Gefühl, das sich schwer fassen lässt. Zum Problem wird es, wenn das Neidgefühl sich manifestiert und wir dadurch unser eigenes Gefühlsleben vergiften. Das Gefühl, minderwertig zu sein, verstärkt sich und wir schaden damit nicht nur uns selbst, sondern oft eben auch unseren Mitmenschen. Zum Beispiel indem wir ihre Erfolge kleinreden oder ihnen vielleicht sogar schaden wollen.

Wie gehe ich konstruktiv mit Neidern um?

Nachsicht üben: Halten Sie es wie Oscar Wilde, der einmal sagte: „Die Anzahl unserer Neider bestätigt unsere Fähigkeiten.“ Nehmen Sie Neid also nicht persönlich, sondern besser als Kompliment und Bestätigung für Ihren Erfolg und versuchen Sie, es Ihren Mitmenschen nachzusehen. Insbesondere, wenn es sich dabei um enge Freunde oder Verwandte handelt. Jeder, der schon einmal neidisch war, weiß, dass Neid ein sehr quälendes Gefühl ist. Es sucht sich also niemand bewusst aus, neidisch zu sein.

Nicht beirren lassen: Erfolg und Neid sind zwei Dinge, die untrennbar miteinander verknüpft sind. Natürlich ist es auch keine Lösung, auf den eigenen Erfolg zu verzichten, nur um kein Gefühl des Neids auszulösen. Sie haben hart für Ihren Erfolg gearbeitet und darauf dürfen Sie stolz sein. Lassen Sie sich dieses Gefühl von niemandem kleinreden oder schlechtmachen. Wenn Ihr Erfolg bei dem einen oder anderen ein Gefühl von Missgunst auslöst, ist es die Aufgabe ihres Gegenübers, mit diesem Gefühl möglichst konstruktiv umzugehen. Zum Beispiel indem er es als Ansporn nimmt, um selbst etwas zu erreichen.

Den Fokus auf das Positive lenken – ich selbst kenne es nur zu gut: Es gibt so viele wohlwollende Menschen, die voll des Lobes und der Anerkennung sind. Doch was im Gedächtnis bleibt, sind stets die negativen Kommentare, meist von Menschen, die wir nicht einmal besonders gut kennen. Deshalb ist es wichtig, sich neu zu fokussieren und die Aufmerksamkeit auf die Menschen zu richten, die Sie unterstützen und Ihnen wohlgesonnen sind. Das gibt Ihnen die Kraft und die Stärke, besser mit Neidern umzugehen.

Ignorieren oder konfrontieren: Der erste Schritt ist sicherlich, Neider einfach zu ignorieren, wobei das natürlich leichter gesagt als getan ist. Durch Ignoranz machen Sie dem Neider jedoch deutlich, dass sie seine negativen Gefühle nicht anerkennen. Außerdem kostet es einfach zu viel wertvolle Zeit und Energie, sich mit solch destruktiven Personen auseinanderzusetzen. Hin und wieder ist es jedoch nötig, Grenzen zu setzen. Dann hilft nur die direkte Konfrontation, die natürlich immer möglichst konstruktiv und sachlich erfolgen sollte.

Von Nadine Nentwig/RND

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