Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Reisereporter Veranstalter haftet bei Kreuzfahrten für Gepäckverspätung
Reisereporter Veranstalter haftet bei Kreuzfahrten für Gepäckverspätung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:12 24.03.2017
Wenn der Koffer nach der Anreise per Flieger problemlos an Bord des Kreuzfahrtschiffes geht, können Urlauber beruhigt sein. Ärgerlich ist, wenn sich das Gepäck verspätet. Quelle: Tui Cruises/dpa
Anzeige
Hamburg

Verspätetes Fluggepäck ist bei Kreuzfahrten sehr ärgerlich. Denn man kann im Hotel nicht auf die Koffer warten, weil sich dieses im Hafen in Bewegung setzt. Pauschalreisende können jedoch vom Reiseveranstalter Geld zurückfordern, wenn der Koffer zu spät aufs Schiff kommt.

Denn die Reisequalität sei bei fehlendem Gepäck gerade auf einem Schiff geringer, erläutert Eva Klaar von der Verbraucherzentrale Berlin. Anteilig für jeden Tag der Reise, an dem das Gepäck nicht da ist, könnten Reisende 20 bis 25 Prozent des Reisepreises zurückfordern, sagt die Expertin.

Das Geld kann innerhalb eines Monats nach Ende der Reise beim Veranstalter der Pauschalreise eingefordert werden - meist ist das direkt die Reederei. Hier rät Klaar den Geschädigten, hartnäckig zu sein: „Viele Unternehmen verweisen zunächst nur auf die Airline, um eine Rückzahlung zu vermeiden.“ Eine nachträgliche Minderung des Reisepreises sei allerdings zusätzlich angemessen, sofern der Urlauber die Kreuzfahrt als Pauschalreise mit Flug gebucht hatte.

Die Reedereien bemühen sich, verspätetes Gepäck so schnell es geht an Bord zu bringen. „Wir beauftragen einen Hafenagenten, der den Koffer vom Flughafen abholt und schnellstmöglich auf das Schiff bringt“, sagt zum Beispiel Godja Sönnichsen, Sprecherin von Tui Cruises. Schiffe warteten sogar in einigen Fällen mit dem Ablegen. Oft wird der Koffer aber zu einem der Häfen entlang der Route gebracht.

Hat der Urlauber seine Anreise dagegen selbst organisiert, ist nur die Fluggesellschaft in der Pflicht, verspätetes Gepäck zum Urlauber zu bringen. Bei einer Kreuzfahrt sei das allerdings kaum möglich, sagt Moritz Walprecht, Rechtsanwalt für Reiserecht. In der Praxis sei es in solchen Fällen daher oftmals so, dass Urlauber ihr Gepäck erst am Ende der Kreuzfahrt bei der Rückreise am Flughafen zurückbekommen. Unterwegs müssen sie sich mit dem Nötigsten eindecken - können die Kosten dafür aber von der Fluggesellschaft zurückfordern.

Laut dem Montrealer Übereinkommen steht Passagieren ohne Gepäck für die nötigen Einkäufe ein Betrag von bis zu 1300 Euro zu. „Geschädigte sind berechtigt, sich das Geld für einige Anschaffungen direkt bei der Fluggesellschaft zurückzuholen“, erklärt Klaar. Allerdings sollten Reisende nur notwendige und möglichst günstige Dinge als Ersatz kaufen. Wichtig ist, alle Kaufbelege aufzubewahren und die jeweiligen Anschaffungen zu beschreiben und zu begründen. Der entsprechende Antrag muss spätestens 21 Tage nach Zustellung des Gepäcks bei der Fluggesellschaft eingegangen sein. Die Reederei haben in der Regel auch Notfallsets mit Zahnbürste und Unterwäsche an Bord.

dpa/tmn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In der abgeschiedenen Wildnis in Schwedens Norden serviert Magnus Nilsson seine „Signature-Dishes“. Diese reichen vom Carpaccio vom rohen Rinderherz bis zum Kuchen aus Pinienrinde.

03.02.2017

Hier verrät das Topmodel seine Geheimtipps für eine der angesagtesten Reisedestinationen 2017.

02.02.2017

Mit einer geschickten Planung können Arbeitnehmer ihren Urlaub im kommenden Jahr maximieren. Grund dafür sind Brückentage, die 2017 richtig gut liegen.

05.01.2017
Anzeige