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BVB 3:1 gegen 1899 - Leverkusen verliert in Mainz

Düsseldorf BVB 3:1 gegen 1899 - Leverkusen verliert in Mainz

Mit dem ersten Sieg unter Trainer Schaaf schöpft der Tabellenletzte Hannover im Abstiegskampf neuen Mut. „96“ beendet Stuttgarts lange Positiv-Serie. Augsburg und Mönchengladbach trennen sich 2:2. Dortmund wendet gegen Hoffenheim eine Negativ-Überraschung ab.

Düsseldorf. Dramatik und Spannung pur am „Super-Sonntag“ der Fußball-Bundesliga mit gleich vier Spielen: Borussia Dortmund wendet beim 3:1 gegen den Tabellenvorletzten 1899 Hoffenheim in der Schlussphase die erste Saison-Heimniederlage ab.

Der Rückstand des BVB auf Tabellenführer Bayern München beträgt weiter acht Punkte. Ohne seinen gesperrten Trainer Roger Schmidt verliert Bayer Leverkusen beim immer intensiver Richtung Europa drängenden FSV Mainz 05 mit 1:3. Augsburg ringt Borussia Mönchengladbach ein 2:2 ab.

Der FC Schalke 04 verpasste nach dem Aus in der Europa League durch ein 0:0 bei Eintracht Frankfurt im späten Spiel am Sonntagabend den Sprung auf Platz vier der Tabelle. Für die Hessen war das Remis im Kampf um den Klassenverbleib zu wenig. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt weiterhin nur zwei Zähler.

Mit dem ersten Sieg unter Trainer Thomas Schaaf beendete der Tabellenletzte Hannover 96 beim 2:1 die Erfolgsserie von Gastgeber VfB Stuttgart und schöpft zum Auftakt der Englischen Woche neuen Mut. Dagegen verpasste Bremen mit dem 2:2 gegen Aufsteiger Darmstadt 98 den Befreiungsschlag: Werder steckt tiefer denn je im Tabellenkeller und bleibt nur wegen der Hoffenheimer Niederlage beim BVB auf dem Relegationsrang.

Der weiter gefährdete FC Augsburg verpasste im ersten Sonntag-Spiel mit dem 2:2 gegen Mönchengladbach den dritten Heimsieg. Die Elf vom Niederrhein wartet nach dem Remis schon seit dem 4:1 bei Hertha BSC am 31. Oktober auf einen Auswärtserfolg. Raffael sorgte für die Gästeführung, aus der Alfred Finnbogason und Caiuby das 2:1 für die Schwaben machten. Fabian Johnson gelang in turbulenten sechs Minuten der Ausgleich für die Borussia.

Für Werder-Manager Thomas Eichin ist ein Chefcoach-Wechsel gleichwohl kein Thema. Viktor Skripnik hat weiter Rückendeckung. „Die Zukunft des Trainers wird nicht diskutiert“, betonte Eichin trotz des bedrohlichen Absturzes. Er beschwor den Zusammenhalt. „Wir als Verein haben den Druck, nicht nur der Trainer. Wir müssen alle gemeinsam aus der Nummer herauskommen.“ Der nicht mehr unumstrittene Skripnik sieht trotz des neunten Heimspiels ohne Sieg keinen Anlass, selbst die Brocken hinzuwerfen. „Soll ich aufhören? Das mache ich nicht.“

An Aufgabe dachte auch Schaaf nie, wenngleich seine Rettungsmission in Hannover nach acht Pleiten in Serie zum Scheitern verurteilt schien. Mit dem 2:1 beim bis dato besten Rückrundenteam aus Stuttgart zahlten sich Schaafs Ruhe und Beharrlichkeit erstmals zählbar aus. „Wir haben nie den Glauben an uns verloren. Dieser Sieg beweist, dass die Mannschaft lebt“, erklärte Schaaf. Schon am Dienstag bietet sich im Niedersachsen-Derby gegen den VfL Wolfsburg die Chance, weiter Boden gut zu machen. „Wir müssen nachlegen“, forderte Zieler.

Nach dem 2:0 in Wolfsburg rückten auch beim souveränen Spitzenreiter Bayern München schnell die nächsten Aufgaben in den Fokus. „Unser Ziel ist es, mit mindestens acht Punkten Vorsprung nach Dortmund zu reisen und dann dort zu gewinnen“, verkündete Philipp Lahm vor der Partie gegen Mainz am Mittwoch und dem Topduell beim Verfolger BVB drei Tage später. Dort könnte laut Lahm schon eine „Vorentscheidung“ im Titelkampf fallen. Und es kommt zum direkten Vergleich der beiden Toptorjäger Robert Lewandowski, dem am 23. Spieltag sein 23. Treffer gelang, und dessen Nachfolger beim BVB, Pierre-Emerick Aubameyang.

Seine Europacup-Ambitionen untermauerte der Tabellendritte Hertha BSC mit dem 1:0 beim 1. FC Köln. Allerdings mag über die Königklasse weiterhin kein Berliner reden. „Wir drehen jetzt sicher nicht durch“, sagte Siegtorschütze Vedad Ibisevic nach dem unansehnlichen Erfolg in der Domstadt. Auch Trainer Pal Dardai wehrt alle Fragen nach Europa wie bisher ab: „Wir träumen nicht.“

Weit entfernt von internationalem Format bewegen sich der Hamburger SV und der FC Ingolstadt. Das 1:1 im Volksparkstadion war nichts für Feinschmecker. Lautstark beschwerten sich die Hamburger über die Spielweise des Aufsteigers. „Deren Spiel besteht daraus, herumzublöken und sich fallen zu lassen. Das ist eine ekelhafte Mannschaft“, schimpfte Lewis Holtby.


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dpa

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