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Bayer 04 blickt nach 2:0 in Köln Richtung Königsklasse

Köln Bayer 04 blickt nach 2:0 in Köln Richtung Königsklasse

Bayer Leverkusen ist wieder dran an der direkten Qualifikation für die Champions League. In Köln feiert Bayer 04 den vierten Ligasieg in Serie. Auf Platz drei fehlt nur noch ein Zähler. Der erneut besiegte Nachbar am Rhein muss hingegen nach unten schauen.

Köln. Bayer Leverkusen hat die Patzer der Konkurrenz genutzt. Mit dem souveränen 2:0 (2:0) im Nachbarschaftsduell beim 1. FC Köln rückte die Werkself zum Abschluss des 29. Spieltags der Fußball-Bundesliga auf Platz vier vor.

Bei nur noch einem Zähler Rückstand auf Hertha BSC hat Bayer Leverkusen sogar die direkte Qualifikation für die Königsklasse vor Augen.

Julian Brandt (39. Minute) und Javier Chicharito Hernandez (44.) erzielten die Tore für Bayer, das seine Aufholjagd im Rennen um einen Platz in der Champions League mit dem vierten Ligasieg in Serie ohne Gegentor fortsetzte. In einer hitzigen Nachspielzeit sah der Kölner Leonardo Bittencourt die Rote Karte und Leverkusens Wendell Gelb-Rot. „Das war unnötig. Das Spiel war gelaufen“, sagte Bayer-Trainer Roger Schmidt zum späten Aufreger.

Köln muss sich nach der vierten Heimniederlage in Serie bei nur sechs Punkten Vorsprung auf den Relegationsrang 16 wieder nach unten orientieren, kann in den direkten Duellen gegen die Abstiegskonkurrenz aus Darmstadt, Augsburg und Bremen aber alle Zweifel beseitigen. Trainer Peter Stöger hätte sich eine andere Einstimmung auf seinen 50. Geburtstag am Montag gewünscht. „Die Gegentore sind viel zu einfach gefallen. Wir haben die ganze Saison nach unten geschaut“, sagte Mittelfeldmann Matthias Lehmann.

Leverkusen profitierte vom Remis der Hertha gegen Hannover und der Gladbacher Niederlage in Ingolstadt und trifft im Saisonendspurt noch auf beide direkte Tabellennachbarn. Bayers Weltmeister Christoph Kramer sah sein Team als Gewinner des Spieltags. „Ja, absolut. Wir müssen sehen, dass wir den goldenen Spieltag ins Ziel retten.“ Auch Sportdirektor Rudi Völler freute sich: „Das war eine tolle erste Halbzeit. Bernd Leno hat super gehalten.“

50 000 Zuschauer in der ausverkauften Arena sahen zunächst eine offene Partie. In der dritten Minute ließ Leno den Ball bei einem Schuss von Simon Zoller nach vorne abprallen - aber ohne Konsequenz. Sein Kölner Kollege Timo Horn musste in der 14. Minute bei einer scharfen Freistoßflanke von Hakan Calhanoglu eingreifen. Keine Probleme bereitete Horn ein Kopfball von Wladlen Jurtschenko (17.).

Leno musste bei Kopfbällen von Dominic Maroh (19.) und Anthony Modeste (21.) nicht aktiv werden. Gefährlicher wurde es, als Bittencourt (36.) erst im letzten Moment von Bayer-Verteidiger Wendell gestoppt werden konnte. Der Brasilianer fehlt Leverkusen nach seinem Platzverweis im nächsten Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt wie sein gelb-gesperrter Abwehrkollege André Ramalho.

Leverkusen verstärkte den Druck und belohnte sich mit zwei sehenswerten Toren. Karim Bellarabi bediente Brandt und der schoss zum dritten Treffer im dritten Ligaspiel in Serie ein. Kurz darauf legte Bellarabi auch für Chicharito auf, der kraftvoll zu seinem 16. Saisontor traf.

Köln versuchte, in der zweiten Halbzeit mehr Offensivkraft zu entwickeln. Viele Zuspiele waren unpräzise, aber Chancen zumindest für das Anschlusstor gab es reichlich. Zoller (59.) zwang Leno per Kopfball zu einer gewagten Parade direkt am Pfosten. Gegen Bittencourt (69.) war der Bayer-Keeper mit dem Fuß zur Stelle. Auch Marcel Hartel (86.) konnte den gut aufgelegten Leno nicht überwinden.

Leverkusen spielte nicht mit dem Schwung der Schlussphase im ersten Abschnitt - aber cool genug, um den Sieg nicht zu gefährden. Der eingewechselte Stefan Kießling (81.) und Calhanoglu (90.+4) mit einem Freistoß an den Pfosten hätte sogar noch erhöhen müssen. Kurz darauf wurde es richtig hitzig. Bittencourt foulte Admir Mehmedi rüde. Im folgenden Handgemenge griff Wendell Filip Mladenovic an den Hals und musste wie Bittencourt vom Platz. „Am Ende war es blöd und unnötig von beiden. Es war ja eigentlich ein faires Spiel“, sagte Völler.

dpa

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