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Bremer Altstars treffen beim 3:1-Sieg auf Schalke

Gelsenkirchen Bremer Altstars treffen beim 3:1-Sieg auf Schalke

Für Werder Bremen hat sich die Fußball-Erfahrung von Clemens Fritz und Claudio Pizarro ausgezahlt. Beim 3:1-Sieg beim FC Schalke 04 war das Duo überragend. „Das war eine unnötige Niederlage“, sagte Schalke-Manager Horst Heldt.

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Die Bremer gewannen auswärts beim FC Schalke 04.

Quelle: Marius Becker

Gelsenkirchen. Die Werder-Oldies Clemens Fritz und Claudio Pizarro haben den FC Schalke 04 alt aussehen lassen und den Bremern im Abstiegskampf einen überraschenden 3:1 (1:1)-Auswärtssieg beschert.

Nachdem Joel Matip die lange Zeit überlegenen Schalker schon in der vierten Minute in Führung geköpft hatte, drehten der 35 Jahre alte Werder-Kapitän und der 37 Jahre alte Stürmer-Star aus Peru mit ihren Toren kurz vor und nach der Pause das letzte Sonntagsspiel der Fußball-Bundesliga. Schalke konnte damit die Patzer der Konkurrenz im Kampf um einen Champions-League-Platz nicht nutzen. „Das war eine unnötige Niederlage“, befand Schalke-Manager Horst Heldt im TV-Sender Sky.

Viereinhalb Jahre nach seinem bislang letzten Treffer traf Fritz (43.) in seinem 300. Bundesliga-Spiel zum zunächst glücklichen Ausgleich. Der überragende Werder-Kapitän bereitete dann auch den Treffer von Pizarro (54.) mit einer Energieleistung vor. Der Stürmer hat nun 179 Tore in der Bundesliga erzielt und ist damit zusammen mit Stefan Kuntz der sechstbeste Torjäger im Oberhaus. In der 89. Minute machte Anthony Ujah mit seinem achten Saison-Treffer nach erneuter Vorarbeit von Fritz alles klar.

„Wir haben die ersten 20 Minuten geschlafen. Dann waren wir waren mutig und wurden für diesen Mut belohnt. Wir haben großes Potenzial in unserer Mannschaft“, sagte Fritz. Der Werder-Kapitän wird seine Karriere beenden, das hatte er im Trainingslager angekündigt. „Schade, dass er aufhört im Sommer. Ich habe schon versucht, ihn umzustimmen“, meinte sein Trainer Viktor Skripnik.

„Das ein oder andere Ding ist nicht reingegangen. Dann läuft das Spiel gegen einen“, stellte Schalkes Torschütze Matip fest. Und Klaas Jan Huntelaar, der vor der Pause gleich drei Großchancen für die Gelsenkirchner vergab, wunderte sich: „Das ist eigentlich unfassbar.“

Die Bremer zeigten in Schalke erneut ihre Auswärtsstärke, haben nun 14 ihrer 18 Punkte in der Fremde geholt. Das Skripnik-Team liegt punktgleich mit dem VfB Stuttgart auf dem Relegationsplatz. Für die Schalker, die das Hinspiel in Bremen noch 3:0 gewonnen hatten, endete eine stolze Serie: Seit elf Bundesliga-Spielen waren sie gegen die Bremer ungeschlagen. Nach dem verpatzten Rückrundenauftakt hat die Elf von Trainer André Breitenreiter als Tabellen-Sechster zwei Punkte Rückstand auf den Tabellen-Vierten Borussia Mönchengladbach.

Gegen die lange Zeit harmlosen Bremer fiel der Ausfall des langzeitverletzten Abwehrchefs Benedikt Höwedes zunächst nicht ins Gewicht. Vor dem Anpfiff bestätigte Manager Horst Heldt Kontakte zu dem in Moskau spielenden Ex-Nationalspieler Serdar Tasci. Schon nach dem ersten Eckball von Johannes Geis durften die 62 271 Zuschauer in der einmal mehr voll besetzten Arena jubeln. Matips per Kopf erzieltes drittes Saison-Tor brachte Sicherheit in den Vortrag der Breitenreiter-Schützlinge.

Die Schalker freilich machten zu wenig aus ihrer Überlegenheit, vor allem Klaas Jan Huntelaar war im Pech. Und so kam es, wie es kommen musste. In seinem Jubiläumsspiel dribbelte Fritz vor dem Sechzehner wie ein Brasilianer, traf den linken Innenpfosten und durfte danach jubeln. Seinen letzten Bundesliga-Treffer hatte der 34-Jährige im August 2011 erzielt.

„Zur Halbzeit hätte es schon 3:0 oder 4:0 stehen müssen“, sagte Schalkes Co-Trainer Volkan Bulut. Nach dem Wechsel wurde Werder stärker. Es war Pizarro, der aus kurzer Entfernung traf und seinen 179. Bundesliga-Treffer bejubelte. Wieder war es Fritz der perfekt vorgelegt hatte. Und auch für Ujah maßgerecht servierte.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 61,5 - 38,5

Torschüsse: 20 - 17

gew. Zweikämpfe in %: 54,7 - 45,3

Fouls: 14 - 13

Ecken: 13 - 1

Quelle: optasports.com


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dpa

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